19.09.2019 11:32

Rotes Kreuz verleiht Humanitätspreis

Christian Konrad, Ferdinand Maier, Gregor Seberg und die Firma Edenred sind die Preisträger

Rotes Kreuz verleiht Humanitätspreis
v.l.n.r: Christian Konrad, Ursula Würzl, Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer, Gregor Seberg, Rotkreuz-Generalsekretär Michael Opriesnig, Ferry Meier.

Wien (Rotes Kreuz) – Zum 25. Mal hat das Österreichische Rote Kreuz am Mittwochabend den Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung verliehen. Mit dabei waren Gäste wie Alexander Jagsch, Waltraud Klasnic, Helene von Damm, Johannes Kopf oder Walter Rothensteiner.

Ausgezeichnet wurden Christian Konrad und Ferry Maier, die im März 2018 die Allianz „Menschen. Würde. Österreich.“ ins Leben riefen. „Die Allianz setzt sich dafür ein, Perspektiven für Geflüchtete zu schaffen – schon während des Asylverfahrens. Sie fordert Sprachkurse, Wohnraum und Arbeit für diese Menschen. Außerdem setzt sich die Allianz für ein modernes Bleiberecht ein“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. „Diese Haltung, die Christian Konrad und Ferry Maier beweisen, deckt sich mit zahlreichen Anliegen des Roten Kreuzes. Wir unterstützen diese Forderungen und möchten das mit der Verleihung des Humanitätspreises unterstreichen.“

Konrad: „Leben ist mehr als Überleben“

Christian Konrad konkretisiert diese Haltung in seinem Statement: „Wir sind davon überzeugt, dass wir dann der humanitären Tradition unseres Landes entsprechen, wenn wir mit Menschen, die als Geflüchtete zu uns kommen, ordentlich umgehen. Menschen, die in Österreich Schutz suchen, haben ein Recht auf menschenwürdige Lebensumstände, denn Leben ist mehr als Überleben. Ein Platz zum Schlafen, Essen und ein Dach über dem Kopf sind dafür zu wenig.“
Der zweite Gründer der Allianz „Menschen. Würde. Österreich.“, Ferry Maier, ergänzt: „Die Zivilgesellschaft hat in der Fluchtbewegung 2015 von Beginn an Übermenschliches geleistet - bei Erstversorgung, Unterbringung, Begleitung und Integration. Ihrem herausfordernden und oft auch sehr emotionalen Einsatz gilt unser vollster Respekt. Doch der Weg, der 2015 begonnen hat, ist noch nicht zu Ende: Wir arbeiten in der Zivilgesellschaft weiter für ein neues Miteinander, wo wir Menschen fordern und fördern, Chancen nutzen und Perspektiven geben. Wir hoffen, dass auch die Politik bald wieder mit an Bord ist.“

Seberg: „Pflicht Schwächeren zu helfen“

Der Schauspieler und Kabarettist Gregor Seberg ist ein weiterer Preisträger. „Gregor Seberg ist jemand, der in öffentlichen Aussagen Stellung bezieht“, sagt Gerald Schöpfer. „Doch sein humanitärer Einsatz endet nicht bei Stellungnahmen, er unterstützt auch immer wieder Benefizveranstaltungen, bei denen er das Publikum unterhält und zum Nachdenken anregt.“ Der Schauspieler und Kabarettist reagiert auf die Auszeichnung des Roten Kreuzes mit einem pointierten Statement: „Das Recht des Stärkeren ist seine Pflicht, dem Schwächeren zu helfen. Alles andere ist leider Realpolitik.“

Den diesjährigen Unternehmenspreis erhält die Firma Edenred. Edenred ist Weltmarktführer im Bereich von Payment Solutions. In Österreich ist das Unternehmen bekannt für seine Gutscheine. Seit mehr als zehn Jahren ersucht Edenred diese Gutscheine zu spenden und rundet diese Spenden dann auf. „Mehr als 100.000 Euro hat Edenred auf diese Weise bereits gesammelt,“ sagt Rotkreuz-Präsident Schöpfer. „Damit hat es das Unternehmen dem Roten Kreuz ermöglicht, Menschen einfach, rasch und unbürokratisch zu helfen.“ Ursula Würzl, Geschäftsführerin von Edenred Austria übernahm die Auszeichnung und gab den Dank von Rotkreuz-Präsident Schöpfer weiter: „Ich finde es großartig, dass die Spendenbereitschaft in den letzten Jahren so groß war und so viele unserem Aufruf gefolgt sind. Mein Dank gilt unseren Kundinnen und Kunden.“

Über den Humanitätspreis der Heinrich-Treichl-Stiftung

Mit der Auszeichnung ehrt das Rote Kreuz seit 1993 Personen für ihr herausragendes humanitäres Engagement. Namensgeber ist der bekannte Banker und ehemalige Rotkreuz-Präsident Heinrich Treichl, zu dessen Ehren die Stiftung vom Roten Kreuz gegründet wurde. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Sibylle Hamann, Friedrich Orter, Barbara Stöckl, Wolfgang Petritsch, Ute Bock und Christoph Badelt.

Fotos: hier klicken

Rückfragehinweis:
Dr. Stefan Müller
Österreichisches Rotes Kreuz, Medienservice
Tel.: +43/1/589 00-352
Mobil: +43/664 122 31 37
stefan.mueller(at)roteskreuz.at

socialshareprivacy info icon