Michael Lang

apa lang kl
Michael Lang. Foto: APA

Der APA-Chefredakteur über die Verantwortung von Journalisten, humanitäre Berichterstattung und positive Wechselwirkungen.

 

Michael Lang ist Chefredakteur der größten österreichischen Nachrichtenagentur, der Austria Presse Agentur (APA). Die Berichte und Fotos aus der APA-Redaktion beziehen fast alle heimischen Medien zur Veröffentlichung. Als ein solch flächendeckender Anbieter von Information hat die APA auch eine große Verantwortung, ist Michael Lang überzeugt. „Das verantwortungsvolle Handeln eines Journalisten ist im Statut der APA festgelegt. Die Agentur hat die Aufgabe, möglichst ausgewogen und vollständig zu berichten – das widerspricht der Themenjagd von Boulevardmedien. Humanitäre und soziale Anliegen, Minderheiten nehmen festgeschrieben einen besonderen Stellenwert in der Berichterstattung ein.“

 

O-Ton aus dem Interview

 

Der beste Beweis für diese Einstellung ist die Zusammenarbeit zwischen der APA und dem Roten Kreuz. Die Nachrichtenagentur und ihre Journalisten sind dem Österreichischen Roten Kreuz stets ein treuer Begleiter in der öffentlichen Berichterstattung – insbesondere bei Themen, die nicht die Schlagzeilen beherrschen. Jüngste Beispiele umfassen die laufende Berichterstattung zum Thema Blutspende oder die Reise eines APA-Mitarbeiters in den Sudan, wo das ÖRK Hilfsprogramme betreibt. In zahlreichen Meldungen hat die APA diese umfangreichen Hilfsprogramme auch in ihrer ganzen Komplexität dargestellt. Und mit dieser Berichterstattung auch das Interesse von Medien bedient. „Die Weisheit ‚only bad news are good news’ stimmt nicht mehr. Good news werden sehr wohl gedruckt und verwertet,“ sagt der Chefredakteur.

 

Und noch in einem weiteren, altruistischen Sinn sind die Berichte über gute Taten für den Journalisten Michael Lang und sein Redaktionsteam durchaus gewinnbringend wie er selbst sagt: „Journalisten haben landläufig einen eher schlechten Ruf. Wenn wir aber über möglichst viele Menschen, die möglichst viel gutes tun, berichten, steigert das in einer positiven Wechselwirkung auch unser Ansehen.“

Brigitte Lendl: Motivation statt Integration

SONY DSC
Brigitte Lendl und "Integrationsbotschafter" Ivica Vastic. Foto: ProjektXChange

Brigitte Lendl bringt mit dem projektXchange Jugendliche mit verschiedenen Wurzeln zusammen und einander näher und stärkt das Selbstwertgefühl von jungen Zuwanderern. Im Umgang mit Migranten fehle vor allem der „normale Zugang“, sagt sie im Interview.

 

Das projektXchange fördert das persönliche Kennenlernen zwischen erfolgreichen Zuwanderern, die als „role models“ funktionieren und Schülerinnen und Schülern. Damit bewirkt sie zweierlei: Durch das persönliche Kennenlernen werden Vorurteile und Ängste abgebaut, das gegenseitige Verständnis wird gefördert. Und junge Zuwanderer sehen am Beispiel der „Botschafter der Integration“, dass auch sie einen Platz und eine Zukunft in diesem Land haben.

 

Von Ivica Vastic über Karl Markovits bis zu Dodo Roscic stehen 150 Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund dem „projektXchange“ inzwischen als „Botschafter der Integration“ zur Verfügung. „Unsere gemeinsamen Schulbesuche zeigen auch Erfolge: Bei vielen Jugendlichen mit nicht österreichischen Wurzeln haben sich die Leistungen verbessert, besonders auch in deutsch,“ freut sich Brigitte Lendl.

 

Ein Schulbesuch mit Dodo Roscic als Botschafterin ist Brigitte Lendl besonders in Erinnerung geblieben: O-Ton aus dem Interview.

 

Brigitte Lendl betreibt Ihr projektXchange nicht vom Schreibtisch aus – sie nimmt an den Schulbesuchen teil und bereitet laufend weitere Projekte vor, die die öffentliche Aufmerksamkeit auf unser multinationales und multikulturelles Zusammenleben lenken. Am 15. Mai wird sie gemeinsam mit Prominenten 100.000 Rosen am Wiener Rathausplatz verteilen.

socialshareprivacy info icon