Osttimor ist das ärmste Land Südost Asiens. Knapp eine Million Menschen leben in dem Staat östlich von Indonesien. Das Land hat großen Aufholbedarf, insbesondere bei der Basisversorgung der Bevölkerung. . Miriam Liska ist in Osttimor für das Österreichische Rote Kreuz tätig und erklärt im Interview ihre schwierige Aufgabe vor Ort.
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Osttimor ist das ärmste Land Südost Asiens. Knapp eine Million Menschen leben in dem Staat östlich von Indonesien. Das Land hat großen Aufholbedarf, insbesondere bei der Basisversorgung der Bevölkerung. Ziel der Regierung Osttimors ist es, bis 2020 80 Prozent der Bevölkerung den Zugang zu sicherem Trinkwasser zu ermöglichen. Derzeit verfügt knapp die Hälfte der ländlichen Bevölkerung über diese Versorgung. Seit 2005 betreibt das Rote Kreuz daher Projekte, um in Gemeinden die Trinkwasserversorgung sicherzustellen und auch die Hygienestandards zu heben. Miriam Liska ist in Osttimor für das Österreichische Rote Kreuz tätig. Viele Menschen müssen immer noch bis zu drei Stunden zu Fuß über Steinige Wege gehen, um zu Wasser zu kommen erklärt Liska.

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Dadurch ist die Kindersterblichkeit sehr hoch. Von 1000 geborenen Babys sterben 90 vor ihrem ersten Geburtstag. Genau hier setzt die Arbeit des Roten Kreuzes an, Liska

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Dabei achtet das Rote Kreuz besonders auf die Nachhaltigkeit für die Bevölkerung. Freiwillige aus der Dorfbevölkerung werden zu Trainern ausgebildet und fungieren sozusagen als Multiplikator innerhalb der Gesellschaft. Die Menschen werden geschult, die Anlagen zu warten und zu reparieren und Ersatzteile, etwa für die Wasserpumpen, werden auch über eigens gegründete Gesellschaften gekauft, damit ist der Betrieb der Trinkwasseranlagen für die Zukunft gesichert.

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