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Trauer ist eine angeborene emotionale Reaktion, die als schmerzhaft empfunden wird. Auf Verlust reagiert der Mensch mit Trauer. Die Natur hat gut vorgesorgt und uns damit die Möglichkeit gegeben, Abschiede, Trennungen und Verluste hinzunehmen und dabei gesund zu bleiben: Trauer ist eine gesunde Reaktion und keine Krankheit! Es geht um den Prozess des Loslassens von jemandem oder etwas, den, beziehungsweise das, wir liebgewonnen haben. Die Intensität der Trauer hängt von der Größe des Verlustes ab.

Trauerarbeit hat zum Ziel, über den Verlust hinwegzukommen, sich vom Verstorbenen zu lösen, ohne ihn zu vergessen – und als gereifter Mensch weiterzuleben. Die Trauerarbeit beginnt mit der Erkenntnis der Realität des Todes und endet in der Aufnahme neuer Beziehungen.

Im Kontext der Trauerarbeit wurde eine Reihe an Phasen- und Stufenkonzepten erarbeitet, die der trauernde Mensch durchläuft. Jede der Phasen beinhaltet spezielle Aufgaben, die es zu bewältigen gilt, um die Trauer zu verarbeiten:

1. Die Phase des Nicht-Wahrhaben-Wollens (Schockphase)
2. Die Phase der aufbrechenden Emotionen, des Zorns
3. Die Phase des Verhandelns
4. Die Phase der Depression bzw. Resignation
5. Die Phase und Annahme des Todes
6. Die Phase der Neuorientierung

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