26.11.2007 11:07

30. Internationale Rotkreuz-Konferenz in Genf

Rotes Kreuz und Regierungen setzen gemeinsame humanitäre Ziele fest

Genf (Rotes Kreuz) - Die humanitäre Agenda der nächsten vier Jahre

steht im Mittelpunkt der 30. Internationalen Rotkreuz-Konferenz, die
heute, 26. November 2007, in Genf beginnt. Fünf Tage arbeiten aus
aller Welt angereiste Regierungsvertreter gemeinsam mit
Repräsentanten der 186 Rotkreuz/Rothalbmond-Gesellschaften an
Lösungen und Ansätzen der humanitären Herausforderungen. Mehr als
1.000 Teilnehmer werden erwartet.

"Als weltweit größtes humanitäres Netzwerk haben wir eine große
Verantwortung", sagt Rotkreuz-Präsident Fredy Mayer, der die Spitze
der Österreich-Delegation anführt. " Auf lokaler Ebene liegt diese
Verantwortung in unserer täglichen Arbeit für und mit den Menschen.
Auf globaler Ebene liegt sie in der Zusammenarbeit und Beratung von
Regierungen und im Bereitstellen unseres umfassenden humanitären
Know-hows."

Vier Schwerpunkte sind als wesentliche Herausforderungen
identifiziert:
Klimawandel, Migration, Gewalt und der dramatische Anstieg an
Krankheiten wie HIV/Aids und Malaria.

"Die kommenden Jahre sind geprägt von zunehmender Komplexität der
humanitären Lage. Lösungsansatz kann in diesem Sinne nur eine
Zusammenarbeit auf allen Ebenen sein", so Mayer. Gefordert sei auch
ein Vordenken und -agieren, andernfalls wären die zu erwartenden
Konsequenzen nicht mehr in Griff zu bekommen.

"Hier geht es um Katastrophenvorsorge im Zuge des Klimawandels, um
Wertevermittlung im Kampf gegen Gewalt, um die humanitäre Dimension
von Migration und um Aufklärung und Bewusstseinsbildung hinsichtlich
Krankheiten und deren Übertragung", erklärt Mayer.

Klimabedingte Katastrophen (z.B. Überflutungen) sind in den letzten
zwei Jahren um mehr als das doppelte angestiegen, mehr als 1,6
Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen von Gewalt, 192
Millionen Menschen leben außerhalb ihrer Geburtsstadt, 40 Millionen
Menschen leben derzeit mit dem HIV-Virus.

"Zahlen, die schockieren", meint Fredy Mayer. "Zahlen, die wir ernst
nehmen müssen. Die Rotkreuz-Bewegung leistet ihren Beitrag in der
Beratung und der Umsetzung."

Rückfragehinweis:


ÖRK-Pressestelle
Mag. Andrea Winter
Tel: 01/58 900-153
Mobil: 0664/823 48 54
mailto:andrea.winter(at)roteskreuz.at
www.roteskreuz.at
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