21.10.2019 07:36

10 Jahre Krisenintervention Burgenland (KI-B)

Die Krisenintervention Burgenland (KI-B) feiert Geburtstag. Seit 10 Jahren leisten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Erste Hilfe für die Seele.

10 Jahre Krisenintervention Burgenland (KI-B)

Jeder kann einmal in eine Situation kommen, die ihn überfordert. Und dann ist es gut, dass es sie gibt: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krisenintervention. Sie kümmern sich um Menschen, die an die Grenzen ihrer Gefühle stoßen. Die Gründe dafür können vielseitig sein: vom Verlust eines Angehörigen bis hin zu belastenden Situationen durch Naturkatastrophen. Kriseninterventionsmitarbeiter stellen eine Hilfe zur Rückkehr in eine Normalsituation nach belastenden Ereignissen dar.

 

 

Multidisziplinäre Teams

 

Im Jahr 2009 rief die Burgenländische Landesregierung die Krisenintervention ins Leben und beauftragte das Rote Kreuz mit der organisatorischen Durchführung und Leitung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krisenintervention Burgenland kommen aus den bekannten Blaulichtorganisationen, wie etwa der Polizei, der Feuerwehr und dem Roten Kreuz, aber auch interessierte Quereinsteiger sind im Laufe der Jahre zum Team gestoßen. Alle Mitarbeiter üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich und unentgeltlich aus.

 

 

Beeindruckende Bilanz

 

Die Einsatzstatistik der vergangenen 10 Jahre zeigt eindrucksvoll die Notwendigkeit dieser Einrichtung. Über 1.350 Mal waren die professionellen Helferinnen und Helfer der Krisenintervention im Einsatz. Dabei wurden rund 5.800 Personen betreut. Weiters wurden in diesen 10 Jahren 37 ÖBB-Lokführerbetreuungen nach Zugunfällen im Burgenland durchgeführt. Beeindruckende 8.300 Freiwilligenstunden wurden in Einsätzen geleistet. In 10 Ausbildungs-Turnussen wurden 247 Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer ausgebildet.

 

Derzeit hat die Krisenintervention Burgenland 109 aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 34 von ihnen sind auch für die ÖBB-Lokführerbetreuung ausgebildet.

 

„Die Krisenintervention ist ein Erfolgsmodell“, ist sich Rotkreuz-Präsidentin Friederike Pirringer sicher. „Vor 10 Jahren steckte sie noch in den Kinderschuhen, und wir mussten unsere eigenen Kolleginnen und Kollegen erst über die Möglichkeit und Sinnhaftigkeit dieser Hilfeleistung informieren. Jetzt, im Jahr 2019, ist die Krisenintervention Burgenland ein nicht mehr wegzudenkender Teil unseres Leistungsspektrums“, ist Pirringer überzeugt. Und sie muss es wissen, war sie doch selbst jahrelang Mitglied des Kriseninterventionsteams und ehrenamtliche Bezirkskoordinatorin im Bezirk Neusiedl.

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