28.04.2020 12:13

Drive-ins für Corona-Testungen

Im Auftrag der Burgenländischen Landesregierung hat das Rote Kreuz in allen Bezirksvororten Drive-ins für Corona-Testungen installiert. So können ressourcenschonend noch mehr Tests absolviert werden.

Drive-ins für Corona-Testungen

In jedem Bezirksvorort gibt es in der Regel täglich zu gewissen Zeiten die Möglichkeit, einen Test in einem Drive in vorzunehmen. Dieses Angebot gilt für all jene Menschen, für die eine Testung durch den Amtsarzt angeordnet wurde, und die sich gesundheitlich fit genug fühlen, um mit dem eigenen PKW zur Testung zu kommen (viele Betroffene haben keine oder nur geringe Symptome und können die Fahrt zum Drive in problemlos antreten). All jene, die sich körperlich nicht fit genug fühlen oder aus anderen Gründen nicht die Möglichkeit haben, zu einem Drive in zu kommen, werden wie schon bisher zuhause vom Roten Kreuz besucht.

 

Die Drive ins finden zu bestimmten Zeiten statt. Die von den Testungen betroffenen Personen werden zuvor telefonisch kontaktiert, und Zeitpunkt und Ort werden gemeinsam fixiert.

 

Mehrere Vorteile

Das Modell „Drive in“ wurde schon in anderen Bundesländern erprobt – mit Erfolg. Der Vorteil liegt vor allem darin, dass personal- und materialschonend gearbeitet werden kann. „Wir haben in den letzten Wochen die Erfahrung gemacht, dass viele Personen, die wir zuhause besucht haben, wenig oder keine Symptome hatten und somit auch die Möglichkeit hätten, zu einem zentralen Testpunkt zu kommen“, erklärt Hans-Peter Polzer, Rettungsdienstleiter beim Roten Kreuz Burgenland. „In der Folge haben wir der Burgenländischen Landesregierung diese Vorgangsweise vorgeschlagen und wurden mit der Umsetzung beauftragt. Da die Strategie momentan ohnehin darin besteht, möglichst viele Testungen durchzuführen, kam diese Vorgangsweise genau zum richtigen Zeitpunkt.“

 

Bei der Testung wird ein Abstrich im Rachenraum genommen. „Das ist zwar nicht schmerzhaft, aber etwas unangenehm“, beschreibt ein Tester des Roten Kreuzes.

Die zu testenden Personen bleiben dabei im Auto sitzen und öffnen nur das Fenster. Der Tester des Roten Kreuzes führt die Beprobung in voller Schutzausrüstung durch. Ein zweiter Kollege, der keinen direkten Kontakt zu den zu testenden Personen hat, assistiert bei den administrativen Tätigkeiten.

Eine Testung dauert nur wenige Minuten. Die Information über das Ergebnis wird dann über die Behörde übermittelt.

 

Neben den Drive ins werden weiterhin auch Testungen zuhause angeboten – für jene Personen, denen ein Besuch eines Drive ins nicht möglich ist. Weiters führt das Rote Kreuz derzeit in großem Umfang Testungen in Altenwohnheimen durch.

 

ACHTUNG: Eine Testung ist nach wie vor nur nach Anordnung durch den Amtsarzt möglich (Abklärung wie bisher unter 1450). Das Rote Kreuz hat NICHT die Möglichkeit, auf persönlichen Wunsch Testungen durchzuführen. Die Datensätze der zu testenden Personen werden von der Behörde an das Rote Kreuz übermittelt – nur diese Personen dürfen getestet werden.

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