USB-Stick: Segen und Fluch!

In der heutigen Zeit sind USB-Sticks für den schnellen und einfachen Transfer von großen Datenmengen ein günstiges und einfach zu bedienendes Mittel geworden. Jeder weiß, wie sie funktionieren, und sie sind auch überall günstig erhältlich. Eine Frage nach einem freien USB-Stick in einem Büro wird selten mit einem „Haben wir nicht.“ beantwortet. Meist kann man diese dann sogar, aufgrund ihres geringen Preises, gleich behalten.

 

Soweit, so gut. Was jedoch die Wenigsten wissen, ist, dass ein USB-Stick auch einen Mini-Computer enthält. Dieser ist sogar programmierbar. Man nennt dies im Fachjargon Firmware.

 

Und hier fangen die Probleme und Risiken an. Sollte diese Firmware mit bösen Absichten verändert worden sein, wird dies von Virenschutzprogrammen nicht erkannt. D.h. der USB-Stick kann sich z.B. wie eine Tastatur verhalten und im Hintergrund schädliche Befehle absetzen und vieles mehr. Die Angriffsszenarien sind sehr umfangreich. Für weiterführende Lektüre ist folgender Artikel als Einstieg zu empfehlen.

 

Die möglichen Auswirkungen sind leider auch genauso vielfältig:

  • Datendiebstahl
  • Identitätsdiebstahl
  • Verschlüsseln der Festplatte mit anschließender Erpressung (Ransomeware)
  • Ausspionieren von Kreditkartendaten
  • Etc.

 

Die Empfehlungen hierzu haben wir alle schon mal – zumindest teilweise – in ähnlicher Form als Kinder gehört, und sie sind leicht umzusetzen:

  • Nimm keinen USB-Stick von Fremden!
  • Lass deinen USB-Stick nicht unbeaufsichtigt!
  • Kauf keine USB-Sticks von dubiosen Händlern!
  • Verwende deinen USB-Stick nicht an öffentlichen / unsicheren Computern!

 

Auf die Frage, ob man überhaupt noch einen USB-Stick verwenden sollte, würde ich aus heutiger Sicht antworten: Wenn es sich nicht vermeiden lässt und obige Vorsichtsmaßnahmen bedacht wurden, dann „Ja“.

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