Warum es sich lohnt, sich für den Datenschutz anzustrengen...

Verantwortung für unsere Daten übernehmen!

 

Wir haben uns mittlerweile schon „fast“ daran gewöhnt. Gefühlte 1.000 Pop-Ups auf Internetseiten, auf denen wir zustimmen „müssen“, dass mit unseren Daten dies oder jenes passiert, oder die uns versichern, dass mit unseren Daten nichts „Böses“ passiert.

Und, an den vielen Einverständniserklärungen, die wir überall ausfüllen müssen, ist auch kein Vorbeikommen.

Also sind wir brave Bürger und klicken dort "ja", bestätigen woanders unser Einverständnis mit unserer Unterschrift.

 

Natürlich! Denn, was sollen wir sonst tun?

 

Das ist so nicht ganz richtig!

 

1.     Wir haben jedes Mal die Gelegenheit, uns zu überlegen: „Brauch ich dies oder das wirklich?“

2.     Wir haben jedes Mal die Möglichkeit, zu prüfen: "Gebe ich mich und meine Daten in vertrauensvolle Hände?"

3.     Wir haben jedes Mal die Chance, unsere Selbstbestimmung wahrzunehmen und damit unsere Aufgabe als mündige Bürger zu erfüllen.

 

Add 1.

Wie oft wollen wir etwas, das wir gar nicht brauchen, einfach aus Bequemlichkeit. Und der Preis, den wir heute viel zu oft dafür zahlen, sind unsere Daten.

Als kleine Überlegung sei hier angemerkt: Würden Sie einer fremden Person alles über sich selbst verraten? Ihre Wünsche, ihre Träume, ihre Ängste?

Das würden Sie vermutlich nicht, da Sie die Sorge hätten, sich damit verwundbar oder zumindest manipulierbar zu machen, oder?
Auch wenn Sie ihren Online-Diensten etc. vertrauen, auch bei den besten und größten werden Daten gestohlen, oder einfach verkauft. Und es steht zu befürchten, dass viele Information, die Sie nicht freiwillig über sich selbst preisgeben würden, bereits in deren Datenbanken gespeichert sind. Es müssen ja nicht noch mehr werden!

 

Add 2.

Anhand der Menge der abgefragten Daten (Datenminimierung) oder der Informationen, die Sie über die Verwendung Ihrer Daten erhalten, lässt sich recht einfach erkennen, ob Ihr „Geschäftspartner“ sorgsam mit den von Ihnen zur Verfügung gestellten Daten umgeht.
Fast jede Webseite, die Sie besuchen, sammelt Daten über Sie, das ist das Geschäft der meisten. Die Frage bleibt: Ist ihr Geschäftspartner=Webseitenbetreiber seriös? Entspricht die Gegenleistung, für die Sie mit Ihren Daten bezahlen, Ihrer Vorstellung?

 

Add 3.

Wir sind Eigentümer unserer Daten. Und wir müssen erkennen lernen, wenn jemand mit unserem Eigentum unsachgemäß umgeht oder sich z.B. daran bereichert. Dass andere mit unseren Daten Geld verdienen, ohne dass wir einen Gegenwert dafür erhalten, ist so, als ob jemand ein Grundstück von uns verpachten würde, ohne uns zu fragen und ohne uns dafür zu entschädigen. Das wäre uns wohl nicht recht!

Und ja, unsere Daten sind nicht so leicht im Blick zu halten wie vielleicht unsere Grundstücke, aber es lohnt sich.

 

Die gute Nachricht ist, dass viele von uns gesammelte Daten eher flüchtig sind, da wir uns ändern und sich die Welt ändert. D.h. wir können und sollten langsam beginnen, sorgsamer mit unseren Daten umzugehen. Wir müssen ja nicht gleich unsere komplette Online-Präsenz löschen. Aber es schadet nicht, sich mit der Thematik vertraut zu machen und öfter mal keine Daten preis zu geben.

 

 

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