24.04.2013 15:28

Tragischer Unfall bei Altkleidercontainer

Am Mittwoch, dem 24. April 2013, wurde ein 63-jähriger Mann aus Kohfidisch tot bei einem Altkleidercontainer nahe Kohfidisch aufgefunden. Lesen Sie hier die Stellungnahme des Roten Kreuzes zu diesem tragischen Unfall.

Tragischer Unfall bei Altkleidercontainer
Fotos von jenem Container-Modell, das auch in Kohfidisch aufgestellt ist.

Offenbar dürfte der Mann im Laufe der Nacht von Dienstag auf Mittwoch versucht haben, Altkleider aus dem Container zu entnehmen und mit der rechten Hand in der Klappe stecken geblieben sein. Der Altkleidercontainer befindet sich auf dem Gelände des Altstoffsammelzentrums Kohfidisch. Das Gelände ist versperrt und nur zu Betriebszeiten zugänglich.

 

Ein Pressemeldung der Polizei sprich missverständlich davon, dass der Mann "vom Sicherheitsmechanismus eines Altkleidercontainers erdrückt" worden sei. "Das ist so nicht ganz richtig", stellt Tobias Mindler, Sprecher des Roten Kreuzes Burgenland, am Mittwoch klar. Mindler war selbst vor Ort und hat sich ein Bild von der Situation gemacht. "Der Mann hat sich auf eine Palette gestellt, und mit der rechten Hand in den Sicherheitsverschluss des Containers gegriffen, um offenbar Kleidungsstücke aus dem Container zu fischen. Dann dürfte die Palette gebrochen bzw. weggerutscht sein und er rechte Arm wurde im Sicherheitsmechanismus eingeklemmt", schildert Mindler.

 

Medizinischer Grund als Todesursache

  

Der alarmierte Hausarzt ging davon aus, dass der Mann in Panik geraten und an einem Herzinfarkt gestorben sei. Diese Ansicht teilt man auch beim Roten Kreuz: „Der Sicherheitsmechanismus kann jedenfalls nicht als Todesursache angesehen werden. Die Todesursache dürfte ein medizinischer Grund gewesen sein."

 

Altkleidercontainer sind sicher

 

"Natürlich wollen wir nicht, dass jetzt der Eindruck entsteht, unsere Altkleidercontainer seien nicht sicher", meint Mindler weiter. "Das sind sie nämlich bei sachgemäßer Vewendung absolut!" 

Das Rote Kreuz arbeitet bei der Altkleidersammlung mit einer Partnerfirma zusammen, die garantiert, dass die Container sicher sind.

„Jedenfalls besteht keinerlei Grund zur Sorge bei der Verwendung von Altkleidercontainern. Im vorliegenden Fall haben verschiedene unwahrscheinliche Faktoren zu diesem tragischen Todesfall geführt, wobei wir betonen möchten, dass der Sicherheitsmechanismus des Altkleidercontainers nicht todesursächlich war, sondern lediglich die rechte Hand des Verunglückten im Container eingeklemmt war, von einer Erdrückung aber nicht die Rede sein kann“, so Mindler abschließend.

 

Das Rote Kreuz bedauert den Vorfall und spricht allen Freunden und Angehörigen sein Mitgefühl aus.