Trinkwasserversorgung im Kriegsgebiet

Jeder zweite Mensch in Südsudan ist von humanitärer Hilfe abhängig.©Conor Ashleigh

Bei einer Gesamtbevölkerung von zwölf Millionen Menschen ist über die Hälfte auf Humanitäre Hilfe angewiesen. Fast zwei Millionen Menschen sind intern vertrieben, über 1,7 Millionen sind ins Ausland geflüchtet. Über 6 Millionen Menschen sind nur unzureichend mit Nahrungsmittel versorgt. 

 

Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt das Südsudanesische Rote Kreuz (SSRC) seit 2009 vorwiegend im WASH ("Water, Sanitation and Hygiene") Bereich. Ziel ist nicht nur der Aufbau der Wasserversorgung, sondern auch das Bewusstsein der Menschen für Hygienefragen zu schärfen. Das von der Austrian Development Agency (ADA) und vom Rotkreuz-Landesverband Steiermark unterstützte Projekt "Gesündere Gemeinden 2" in der nördlichen Bahr El Gazhal Region, erfüllt beides.


2014 entsendete das Österreichische Rote Kreuz eine Trinkwasseraufbereitungsanlage (TWA) ERU M40 in den Südsudan, um einen Cholera-Ausbruch einzudämmen. Durch regelmäßigen technischen Austausch (Trainings vor Ort und in Österreich) werden die Kapazitäten der lokalen Rotkreuz Gesellschaft im WASH-Bereich gestärkt, und damit auch eine starke Partnerschaft mit dem SSRC aufgebaut. 


Aufbauend auf Erfahrungen aus früheren Einsätzen im Südsudan als auch in anderen Ländern wurde das vorgeschlagene Projekt von ÖRK und SSRC entwickelt. Es werden neue und vereinfachte Einheiten zur Trinkwasseraufbereitung für lokale Notfälle, wie z.B. bei Epidemien oder Überflutungen, eingesetzt. Das Projekt ist ein Konsortium aus 4 Partnern: Österreichisches Rotes Kreuz, Kanadisches RK, Norwegisches RK und SSRC. Es wird von der Stiftung Nachbar in Not unterstützt.

 

 

So helfen Sie benachteiligten Menschen mit Ihrer Spende:

Suedsudan
suedsudan 03

Bilder aus dem Südsudan

socialshareprivacy info icon