Gesundheit schützen

armenien

Mit der Auflösung der Sowjetunion 1991 erlangte Armenien seine Unabhängigkeit. In der Folge kam es zu einem bewaffneten Konflikt mit Aserbaidschan um die Region Berg-Karabach.

 

Dieses Gebiet gehört zu Aserbaidschan, wird aber überwiegend von Armeniern bewohnt. Dem Krieg fielen in den Jahren 1992 bis 1994 etwa 20.000 Menschen zum Opfer. Rund eine Million Flüchtlinge und Vertriebene mussten ihre Heimat verlassen. Seither befindet sich Berg-Karabach unter armenischer Kontrolle.

 
Durch das verheerende Erdbeben von 1988, den Krieg mit Aserbaidschan und einer Unterbrechung der Energieversorgung in den 90er Jahren erlebte Armenien einen Zusammenbruch seiner Industrieproduktion. Wegen der geschlossenen Grenzen zu Aserbaidschan und der Türkei befindet sich die Wirtschaft des Landes bis heute in einer sehr schwierigen Situation.

 

Das Österreichische und Armenische Rote Kreuz verbindet seit dem Erdbeben von 1988 eine stetige Partnerschaft, die sich in den letzten Jahren allerdings auf anlassbezogene Einzelprojekte beschränkt hat. Nunmehr bildet der Kapazitäten-Aufbau im Gesundheits- und Sozialbereich sowie im Katastrophenschutz den Ausgangspunkt für eine langfristige bilaterale Zusammenarbeit.


Flüchtlingshilfe Jerewan

 

Mit Unterstützung des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) wird derzeit die soziale und medizinische Betreuung von älteren Flüchtlingen in zwei Heimen in der Hauptstadt Jerewan sichergestellt.


Das Projekt umfasst Nothilfe durch Lebensmittel - und Hygienepakete und psycho- soziale Unterstützung durch Freiwillige des Armenischen Roten Kreuz. Zusätzlich werden in den Wintermonaten besonders Bedürftige Menschen mit Heizmaterial unterstützt. 

Einen weiteren Projektteil bilden die sogenannten „Smiley-Clubs“, wo Flüchtlingskinder ihre Freizeit sinnvoll gestalten können und von jungen Rotkreuz- Freiwilligen durch Sprachunterricht und Nachhilfe bei der Bewältigung von Schulproblemen unterstützt werden. Im Rahmen dieser Präventionsarbeit wird auch an Erfahrungen der ÖRK Lernhäuser in Österreich angeknüpft.  

Insgesamt werden durch das Projekt rund 120 ältere Menschen und 80 Kinder unterstützt.


Syrisch-armenische Flüchtlinge in Armenien



22.000 syrisch-armenische Flüchtlinge sind seit Beginn der Syrien Krise 2011 nach Armenien geflohen. Das erscheint wenig im Vergleich zu anderen Ländern, doch damit ist Armenien das Land mit der dritthöchsten Anzahl von Flüchtlingen pro Kopf verglichen mit europäischen Ländern. Vergleicht man jedoch Armenien’s soziale und wirtschaftliche Situation mit europäischen Ländern, so sind große Herausforderungen offensichtlich. 

Das Österreichische Rote Kreuz begleitet daher das Armenische Rote Kreuz seit 2013. Nach anfänglicher humanitärer Hilfe wie zum Beispiel der Verteilung von Essenspaketen, gefördert von Nachbar in Not, geht es momentan um individuelle Unterstützung wie die Förderung der Selbstständigkeit. Die großen Herausforderungen, an denen gemeinsam mit Partnern vor Ort derzeit gearbeitet wird, sind derzeit der Zugang zu leistbarem Wohnraum, Arbeitsplätzen und dem Arbeitsmarkt sowie der Zugang zu Gesundheits- und sozialen Diensten.

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