Fredy Mayer

“It means a lot to have a place called home. We can start a new life in this village.”

 

Aussagen wie diese, eines Familienvaters in Trincomalee, haben unsere MitarbeiterInnen in Sri Lanka oder Indonesien in den letzten Jahren immer wieder gehört. Die ehrlich empfundene Dankbarkeit war oft ein Motor, der sie angetrieben hat, auch unter schwierigsten Umständen alles zu versuchen, um die Lebensbedingungen der vom Tsunami betroffenen Menschen zu verbessern.

 

Für die unter dem Dach von Nachbar in Not tätigen Organisationen war es von Anfang an klar, dass sie ihre Arbeit gerade auch in jenen Regionen durchführen wollen, deren Rahmenbedingungen problematisch waren und viele Helfer sogar zum Rückzug zwangen. So hat zum Beispiel das Österreichische Rote Kreuz in den vom Bürgerkrieg schwer in Mitleidenschaft gezogenen Gebieten im Osten und Norden Sri Lankas seine Wiederaufbauprogramme erfolgreich zu Ende gebracht. Ein Erfolg, der nicht zuletzt auch auf das weltweite Rotkreuz-Netzwerk zurückzuführen ist. Mehr dazu erfahren Sie in dieser Publikation.

 

Es ist kein Geheimnis, dass das Ausmaß der Katastrophe, aber auch das Ausmaß der Hilfsangebote, für die Helfergemeinschaft eine große Herausforderung darstellte. Gerade in solchen Situationen zeigt sich jedoch, wie wichtig der „lange Atem“ von etablierten Hilfsorganisationen ist. Sehr oft war Geduld angebracht. Geduld der betroffenen Bevölkerung, für die unmittelbar nach der Katastrophe verständlicherweise vieles schneller gehen hätte können. Geduld auch der Spender, die natürlich gerne sofort die unmittelbare Wirkung ihrer Spende sehen möchten. Und auch die Geduld der Projektleiter vor Ort wurde immer wieder auf eine harte Probe gestellt.

 

Die Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen, die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung und auch mit den lokalen Hilfsorganisationen hat es dann doch möglich gemacht, die Hilfsmassnahmen letztendlich sinnvoll und auch nachhaltig zu gestalten. Die Geduld hat sich ausgezahlt. Als Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes bin ich heute, vier Jahre nach der Katastrophe, auch ein wenig stolz zu sehen, dass das uns anvertraute Geld der Spenderinnen und Spender enorm viel dazu beigetragen hat, abertausenden Menschen nach einer der schlimmsten Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte einen Neustart zu ermöglichen. Allen, die dazu beigetragen habe, gilt ein herzliches Dankeschön.

 

Fredy Mayer

Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes

 

p.s. Hören Sie zum Thema auch den Podcast, in dem ich die wichtigsten Informationen zum Thema gebe.

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