Vergesslich oder doch dement?

Concept Of Memory Loss
Demenzformen, die das Gehirn direkt schädigen, kommen zu 90 Prozent bei über 65-Jährigen vor.©Fotolia/freshidea

Die Brille zu verlegen, den Schlüssel zu verlieren oder einen Geburtstag zu vergessen, ist ärgerlich, ein sicheres Zeichen für Demenz sind derartige Vorfälle aber nicht. Sie können es allerdings sein. Je eher sie als solche erkannt werden, desto wahrscheinlicher ist eine effektive Behandlung. Sind das Gedächtnis, das Denken oder die Orientierung beeinträchtigt, sind häufig Erkrankungen im Spiel, die der Demenz zuzuordnen sind, wobei grob zwischen hirnorganischen (primären) und nicht-hirnorganischen (sekundären) Demenzformen unterschieden wird. Primäre Formen schädigen das Gehirn direkt und betreffen zu 90 Prozent über 65-Jährige, nicht-hirnorganische schädigen das Gehirn über den Umweg anderer Krankheitsbilder. Rund 60 Prozent aller Demenzen werden durch die Alzheimer-Krankheit, benannt nach dem Arzt Alois Alzheimer, hervorgerufen. Bei dieser Krankheit kommt es zu einem Abbau von Gehirnzellen.

Dement, deppressiv oder einfach nur vergesslich?

Menschen mit Demenz verändern sich: Einige ziehen sich zurück, vernachlässigen Freundschaften, tun oder sagen Dinge, die man bisher von ihnen nicht kannte oder haben Schlafstörungen. Kognitive Störungen und insbesondere die Alzheimer-Demenz können den Schlafrhythmus verändern. Typisch sind zahlreiche Schlaf-und Wachperioden. Sie sehen, die Symptome für Demenz sind nicht eindeutig und oftmals nur schwer als solche zu erkennen. In der Diagnostik werden daher verschiedene Tests von Gedächtnis, Sprache und Konzentration angewandt.

Für möglicherweise Erkrankte und Angehörige gilt gleichermaßen: Holen Sie sich Hilfe! Schaffen Sie Gewissheit! Nur so kann der betroffenen Person geholfen und das Umfeld entlastet werden.

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