Tabuthema Inkontinenz

woman with hands over her crotch. Health hygiene concept
Inkontinenz ist leider ein großes Tabuthema. Umso mehr leiden die Betroffenen. ©Fotolia/pathdoc
Kämpfen Sie mit Inkontinenz?

Seinen Harn oder Stuhlgang nicht unter Kontrolle zu haben, ist für die Betroffenen mit einer extremen psychischen Belastung verbunden. Zu groß ist die Scham als Erwachsener zugeben zu müssen seinen Harn oder Stuhl nicht voll beherrschen zu können. Das Thema Inkontinenz ist ein gesellschaftliches Tabu, dabei betrifft es Menschen aus verschiedensten Gründen: Ältere durch Muskelschwäche, Jüngere nach Operationen oder auch nach Geburten. Harmloser wäre eine unentdeckte Nahrungsmittelunverträglichkeit, die ebenfalls zu Stuhlverlust in Form von Durchfall führen kann.

Hilfsmittel Blasentagebuch

Um mögliche Gründe für eine Blasenschwäche ausfindig zu machen, raten Experten über 3,4 Tage ein Blasentagebuch zu führen. Harnmenge, Uhrzeit, wie viel von welchen Getränken haben Sie zu sich genommen, Grad der Inkontinenz und mögliche Ursachen (z.B. Niesen) und verbrauchte Einlagen sollten hier möglichst genau dokumentiert werden, um Schlüsse daraus ziehen zu können. Einerseits kann der Betroffene so sein Verhalten ändern (z.B. die Art der Getränke), andererseits erleichtert ein genaues Protokoll dem unterstützenden Arzt die Diagnose.

Tabu brechen!

Oft vergehen Jahre bis Betroffene sich helfen lassen, weil sie sich schämen. Dabei sind spezielle Ambulanzen, Ordinationen oder Beratungsstellen genau dafür da, um zu helfen. Dafür, über seinen Schatten zu springen, spricht auch die Heilungsquote bei Inkontinenz: bei 70 Prozent der Betroffenen lässt sich das Problem mit Psychotherapie, Beckenboden- bzw. Toilettentraining oder Medikamenten ohne operativen Eingriff lösen.

 

 

 

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