Dem Schmerz die Stirn bieten

Elderly ill man with pills in hand
Schmerz muss man nicht aussitzen, sondern gezielt behandeln.©Fotolia/aletia2011

Die Pflege zu Hause durch professionelle mobile Pflege und Betreuungsdienste ist im letzten Jahrzehnt stark gewachsen. Allein von der mobilen Pflege und Betreuung des Österreichischen Roten Kreuzes werden jährlich rund 27.500 Menschen betreut. So unterschiedlich diese Menschen und ihr Gesundheitszustand sind, so verschieden sind auch die Schmerzen, mit denen sie leben. Manche Schmerzen treten akut auf und verschwinden nach einiger Zeit so wie sie gekommen sind. So manchen plagen Schmerzen aber über einen langen Zeitraum. Je früher und effektiver Schmerzen behandelt werden, desto größer ist die Chance, dass sie nicht chronisch werden. Auch wenn Schmerzen bereits chronisch sind muss eine Behandlung erfolgen, um zumindest des Status Quo zu erhalten.

Den Schmerz einordnen - das Schmerztagebuch

In Ruhe und unter Belastung wird der Grad des Schmerzes gemessen.

Ein Schmerztagebuch oder ein Schmerzprotokoll helfen den betroffenen Personen ebenso wie denjenigen, die sie pflegen dabei, ein genaues Bild über die Symptome zu erhalten und effektive Behandlungsmethoden zu eruieren: Wann und wo treten die Schmerzen für gewöhnlich auf? Wie lange dauern sie und was schafft Linderung? Wie fühlt sich der Schmerz an?

Vor allem für demente Personen ist es wichtig, dass ihr gesundheitlicher Zustand von Fachpersonen überwacht und dokumentiert wird. Nur wenn geschulte Pflegekräfte genau und professionell beobachten, können Muster erkannt und der betreffenden Person effektiv geholfen werden. Gerade deshalb ist der Umgang mit Schmerz bzw. die Behandlung und Pflege von Menschen mit Schmerzen
ein wesentlicher Aspekt und Bestandteil der Arbeit aller in der Pflege und Betreuung tätigen
Berufsgruppen im Roten Kreuz.

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