17.04.2019 09:46

Unterkärntner Übung war voller Erfolg

Kürzlich fand die Rotkreuz-Übung des Bereichskommandos Unterkärnten im Raum St. Georgen am Längsee statt. Über 100 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes waren an zwei Tagen im Einsatz, um verschiedene Herausforderungen zu bewältigen. Koordiniert wurde die Übung vom Bereichskommando Unterkärnten.

Bergung von Verunfallten bei einer gemeinsamen Übung zwischen den Unterkärntner Rettungskräften.

Gemeinsam mit den umliegenden Feuerwehren wurde ein Zugsunglück im Bereich Unterbruckendorf nachgestellt. Bei der Kollision eines Personenzuges mit einem Holztransporter und mehreren PKW, die unter dem Rundholz eingeklemmt wurden, mussten 60 Verletzte versorgt und abtransportiert werden. Die Behandlung erfolgte in einer Sanitätshilfsstelle, die beim Pfarrsaal in Launsdorf eingerichtet wurde. So wurde auch den Einheiten des Katastrophenhilfsdienstes die Möglichkeit geboten, die Infrastruktur aufzubauen. Begeistert zeigte sich auch Rotkreuz-Vizepräsident Dr. Martin Pirz, der aktiv als Notarzt an der Übung teilgenommen hat.

 

Am Nachmittag mussten die Einheiten zum Absturz eines Heißluftballons auf die Burg Hochosterwitz ausrücken. Hier wurden die Figuranten nicht nur auf dem Weg zur Burg ausgelegt, sondern auch im darunterlegenden Waldstück fachmännisch auf Bäumen und hinter Sträuchern platziert, um der mitwirkenden Rettungshundestaffel Glantal sowie der Bergrettungsdienst St. Andrä Szenarien zu bieten und die Zusammenarbeit zu vertiefen.

 

Am nächsten Tag mussten die Retter nach Selesen bei Brückl ausrücken, um nach einer Gasexplosion auf einem Bauernhof im Zuge einer Gartenparty Patienten zu versorgen. Auch ein Erdrutsch durch die unbefugte Inbetriebnahme eines Kettenbaggers mit verschütteten Personen war zu bewältigen.

 

Anschließend wurde am Flugplatz Hirt die Notlandung mit einem Kleinflugzeug aus einem Infektionsgebiet nachgestellt. Nach der Versorgung der Verletzten Zivilisten am Pistenrand und dem Löschangriff mit Schaum durch die Feuerwehr Friesach mussten unsere Hochrisikoinfektionsteams die Personen mit Unterstützung der Feuerwehr unter schwerem Atemschutz aus dem Flugzeug retten.

 

Gelungene Szenarien, die nicht nur für Action sorgten, sondern auch einen entsprechenden Schulungseffekt für die Mitarbeiter brachten, begeisterten nicht nur die Teilnehmer, sondern auch die vielen Zuseher, die unsere Szenarien am Rande verfolgten. Unter anderem Bezirkshauptfrau Mag. Dr. Claudia Egger, die Bürgermeister Konrad Seunig (St. Georgen) und Burkhard Trummer (Brückl), den Kommandanten der PI Friesach Günther. Ratschnig. Auch Landesrettungskommandant Georg Tazoll zeigte sich von den Szenarien beeindruckt und sprach den Mitarbeitern seinen Dank aus, ihre Freizeit auch für solche Übungen zur Verfügung zu stellen.

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