27.05.2019 08:58

Generalversammlung 2019

Über 3.300 Freiwillige leisteten rund. 417.000 unentgeltliche Dienststunden und spendeten so im Jahr durchschnittlich 126 Stunden ihrer Freizeit.

Gruppenfoto des Präsidiums mit Werner Kerschbaum bei der Generalversammlung 2019.

Bei der diesjährigen Generalversammlung des Roten Kreuzes im großen Saal der Arbeiterkammer Klagenfurt wurde Bilanz über das abgelaufene Berichtsjahr 2018 gezogen.

 

Rot-Kreuz-Mitarbeiter „Zeitspende-Millionäre“

Das Rote Kreuz ist rund um die Uhr im Einsatz, um Menschen zu helfen. „So waren unsere 3.300 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im letzten Jahr 417.345 Stunden im Dienst. Ohne Bezahlung.“ Müsste man diese Leistung zukaufen, würde es dem Land und der Gesellschaft einen zweistelligen Millionenbetrag kosten. „Hätten wir unsere Freiwilligen nicht, wäre unser System nicht mehr finanzierbar“, so Ambrozy weiter.

 

Investitionen in die Zukunft

Die Zukunft macht auch vor dem Roten Kreuz nicht Halt. In den letzten Jahren wurde das Rote Kreuz Kärnten durch zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen Kärnten weit modernisiert. Mit der Eröffnung der neuen Rettungsleitstelle in Klagenfurt wurde ein großes Bauprojekt erfolgreich abgeschlossen. 2018 begann man mit der Modernisierung der Bezirksstelle Klagenfurt und des Landesverbandes. Der 30 Jahre alte Bau in der Klagenfurter Grete-Bittner-Straße wird derzeit umfassend saniert um den gestiegenen Anforderungen in allen Leistungsbereichen des Roten Kreuzes Rechnung zu tragen.

 

Zahlreiche neue Leistungsbereiche bieten nicht nur ein erweitertes Angebotsspektrum sondern brauchen auch Platz für die Menschen, die diese Angebote umsetzen. Mit der Integrationsbegleitung, Lesepatenschaften, Trauerbegleitung und weiteren zahlreichen sozialen Projekten ist in den letzten Jahren ein starkes Standbein abseits der gut bekannten Bereiche, wie dem Blutspendedienst und dem Rettungsdienst gewachsen.

 

Freiwilligkeit als Zement der Gesellschaft

Kommerzielle Anbieter dringen heute in viele Bereiche der Daseinsvorsorge vor, in denen gemeinnützige Freiwilligen-Organisationen arbeiten. Gerade der Rettungsdienst ist hierfür ein hervorragendes Beispiel. Verlierer in dieser Entwicklung ist die gesamte Gesellschaft, vor allem aber der ländliche Raum. Kommerzielle Anbieter konzentrieren sich auf Ballungsräume, den ländlichen Regionen droht eine Unterversorgung. Wenn ein ehrenamtliches System einmal zerbrochen ist, kann es nicht wieder aufgebaut werden. Dann müssen Bund, Länder und Gemeinden, einspringen. „Das ist nicht nur ein finanzielles Problem. Die Freiwilligen sind ja auch für Großschadensereignisse trainiert und praxiserprobt. Ohne sie fällt also der wichtigste personelle Rückhalt im Katastrophenfall weg“, erläutert Ambrozy. Dadurch ginge nicht nur die physische Sicherheit unserer Bevölkerung verloren, vor allem in ländlichen Regionen, sondern auch der gesellschaftliche Wert, den die Freiwilligenarbeit an sich mitbringt.

 

„Freiwilligkeit ist für mich der Zement, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Sie sichert die elementaren Sicherheitsbedürfnisse der Menschen in diesem Land. Aus diesem Grund haben wir letztes Jahr mit unserer Freiwilligenkampagne „Wir haben die passende Jacke für dich!“ einen Schwerpunkt gesetzt, um Menschen zu motivieren, sich für das Rote Kreuz zu engagieren. Diesen Schwerpunkt behalten wir weiter bei. Es ist unglaublich wichtig, dass wir Menschen finden, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft einsetzen“ betont der Präsident nochmals die Wichtigkeit ehrenamtlichen Engagements.

 

279mal im Dienst die Erde umrundet

Insgesamt standen die Rot Kreuz Mitarbeiter im Jahr 2018 rund 1,9 Millionen Stunden im Dienst – Zivildiener, Hauptberufliche und Freiwillige eingeschlossen. Es wurden mehr als 265.000 Patienten im Rettungsdienst und über 11.800 Menschen in der Pflege und Betreuung versorgt und dabei über 11 Millionen Kilometer zurückgelegt, das entspricht rund 279 Erdumrundungen!

 

Mit rund 69.300 unterstützenden Mitgliedern, 3.302 freiwilligen Mitarbeitern, 248 Zivildienern und 755 beruflichen Mitarbeitern bildet das Kärntner Rote Kreuz ein beispielhaftes Netzwerk gelebter Nächstenliebe und sozialer Kompetenz das zeigt, dass die soziale Verantwortung und Verbundenheit mit dem Roten Kreuz gelebte Selbstverständlichkeit ist.

 

Ehrungen:

Landesjugendreferent Hellmuth Koch – Henry Dunant Medaille in Gold als Dank und Anerkennung für seine verdienstvolle Tätigkeit

Klothilde Salbrechter und Rudolf Krassnig erhielten das Dienstjahrabzeichen in Gold für 40 Jahre Mitarbeit im Dienste der Nächstenliebe

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