05.08.2019 14:27

Defi-Säule in St. Veit kam erfolgreich zum Einsatz

Vizebürgermeister Rudi Egger und Gemeinderat Dietmar Wadl retteten einem St. Veiter mittels Defi das Leben

Defi-Säule in St. Veit kam erfolgreich zum Einsatz
Dietmar Wadl, Heidelinde Pirolt (hinten), Karlheinz Robitschko, Rudi Egger, Dr. Manuela Jerney

Den heutigen Morgen wird Rudi Egger, Vizebürgermeister von St. Veit/Glan wohl nicht so schnell vergessen. Zufällig kam er vorbei, als ein Passant in der Innenstadt von St. Veit zusammenbrach. Gleichzeitig vor Ort war auch Gemeinderat Dietmar Wadl. Beide Männer zögerten nicht und leisteten beherzt Erste Hilfe. Beide begannen mit den Erste Hilfe Maßnahmen, parallel wurde die Rettungskette in Gang gesetzt und das Rote Kreuz alarmiert. Dietmar Wadl holte den Defibrillator aus der Nahe gelegenen Defi-Säule und Egger setzte diesen dann auch ein. Bei der Herzdruckmassage, die trotz Defi notwendig ist, wechselte man sich mit einer zufällig anwesenden Passantin ab. „Bis die Rettung eintraf wurde ich tatkräftig von weiteren Passanten unterstützt, wodurch die Rettungskette einwandfrei funktionierte“, erzählt Egger von seinem Einsatz.


Als das Rote Kreuz mit Notärztin Dr. Manuela Jerney und Notfallsanitätern vor Ort ankam, übernahmen die professionellen Rettungskräfte die wertvolle Arbeit der Ersthelfer. Der Pensionist wurde vom Roten Kreuz schließlich in das Klinikum Klagenfurt gebracht.


Defis sind einfach zu bedienen und können lebensrettend sein!
„In der Stadt St. Veit kam es erstmals zum Einsatz eines öffentlichen Defibrilators. Rudi Egger hat ihn vorschriftsmäßig eingesetzt und wurde dadurch zum Lebensretter. Es wurde nur ein Stromstoß vom Defi abgegeben, um das Herz wieder in den richtigen Rhythmus zu bringen und der Patient war daraufhin wieder bei Bewusstsein. Der Vorgang verlief wie im Bilderbuch", freut man sich beim Roten Kreuz.


Auch Rotkreuz-Präsident Dr. Peter Ambrozy bekräftigt die große Bedeutung der Defis in der Ersten Hilfe: „Gerade der heutige Einsatz hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass Kärnten flächendeckend mit Defibrillatoren ausgestattet ist. Das Rote Kreuz möchte mit seinem Defi-Programm dafür sorgen, dass das Überleben bei Kreislaufstillständen im öffentlichen Raum wahrscheinlicher und das Leben danach lebenswerter wird. Je schneller Hilfe da ist, desto höher sind die Überlebenschancen und desto geringer die Folgeschäden. Mit den öffentlich zugänglichen Säulen ist die Möglichkeit einer sofortigen Hilfeleistung durch die Bevölkerung gegeben. Dadurch erhöht sich die Überlebensrate bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand und Kärnten wird noch ein weiteres Stück sicherer!“


Ambrozy appelliert an die Gemeinden und Unternehmen in Kärnten, dieses Projekt zu unterstützen. „Heute hat man gesehen, wie wichtig dieses Projekt ist und dass es tatsächlich Leben rettet!“ Das Rote Kreuz bietet im Zuge der Aufstellung der Säulen in der jeweiligen Gemeinde kostenlose Schulungen für die Bevölkerung zur Bedienung der Defis an.

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