29.11.2019 11:59

Ferlach bekam zweiten „Defi“

Das Kärntner Rote Kreuz hat sich das Ziel gesetzt Kärnten flächendeckend mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren zu versorgen. Auch die Gemeinde Ferlach macht bei diesem ehrgeizigen Projekt mit.

Ferlach bekam zweiten „Defi“

In Österreich sterben jährlich rund 12.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Ein Drittel dieser Todesfälle ereignet sich außerhalb von Krankenanstalten. Damit ist der plötzliche Herztod, bei dem in der Mehrzahl der Fälle ein primäres Kammerflimmern ohne nachweisbaren Auslöser vorliegt, die häufigste Todesart in Österreich im öffentlichen Raum. Ist kein Defi zur Stelle überleben einen solchen Vorfall in Österreich derzeit Zeit weniger als 5% aller Betroffenen. „Das Kärntner Rote Kreuz verfolgt mit diesem Programm ein großes Ziel, das in der Kernkompetenz des Roten Kreuzes liegt: Wir wollen mehr Menschen in Kärnten eine bessere Überlebenschance bieten“, unterstreicht Kärntens Rotkreuz-Präsident Dr. Peter Ambrozy die Wichtigkeit des Projektes.

Defibrillator in Ferlach

Das Rote Kreuz möchte mit seinem neuen Defi-Programm dafür sorgen, dass das Überleben bei Kreislaufstillständen im öffentlichen Raum wahrscheinlicher und das Leben danach lebenswerter wird. Je schneller Hilfe da ist, desto höher sind die Überlebenschancen und desto geringer die Folgeschäden.

In Ferlach wurde nun – neben der Defi-Säule am Sparkassenplatz – ein zweiter Defibrilator bei der Ballspielhalle installiert und im Rahmen des Handballspiels SC Kelag Ferlach gegen den SG Insignis Westwien offiziell übergeben. In der Spielpause zeigte das Rote Kreuz, wie einfach die Bedienung des Defis ist. Dieser steht gut sichtbar und öffentlich zugänglich am Westeingang der Ballspielhalle und in unmittelbarer Nähe der Euregio HTBLVA. Damit gehört Ferlach zu den Vorbildgemeinden Kärntens, was die Versorgung mit Defibrillatoren angeht. „Mit diesem Defibrillator ist man rund um die Ballspielhalle sowie am Schulgelände der Josef-Friedrich-Perkonig Volksschule und der Euregio HTBLVA für Notfälle gerüstet. Wenn nur ein Menschenleben damit gerettet werden kann, haben wir etwas Gutes getan", betont Bürgermeister Ingo Appé.

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