Baderegeln

gesundheits tipps

Wenn der Sommer am heißesten und die Nachfrage nach Abkühlung am größten ist, steigt die Gefahr der Badeunfälle. Jährlich sterben in Österreich etwa 100 Menschen durch Ertrinken. In Flüssen und Seen ist das Risiko am größten. Die höchste Todesquote entfällt, laut Gesundheitsbericht der Statistik Austria, auf die Gruppe der 15 bis 24-Jährigen. Unfallursachen sind oft mangelndes Gefahrenbewusstsein, Leichtsinn oder Übermut. Oft werden Hitze, die Wassertiefe oder ein plötzlicher Wetterumschwung unterschätzt.

Das Jugendrotkreuz schult deshalb schon die Kleinsten. Die Schwimmausbildung beginnt bei Kindern, deren Leistungen mit dem Oktopus- oder Frühschwimmer-Abzeichen gewürdigt werden. Ab dem 7. Lebensjahr können die Kids das Frei-, Fahrten- und Allroundschwimmerabzeichen erlangen.

Die erste Prüfung für das Österreichische Rettungsschwimmerabzeichen (ÖRSA) kann mit 13 Jahren abgelegt werden. Neben dem Absolvieren unterschiedlicher Schwimm­leistungen – in Brust- und Rückenlage, zum Teil auch in Überkleidern – muss man verschiedene Rettungssituationen positiv bewältigen und die erforderlichen Erste-Hilfe-Maßnahmen nach Badeunfällen kennen. Für den „Retterschein“ muss man mindestens 16 Jahre alt sein, den „Lifesaver“-Kurs kann man ab dem vollendeten 17. Lebensjahr machen.

Elisabeth Kellner ist eine von 1500 Lehrbeauftragten im Jugendrotkreuz, die Österreichweit um die 90.000 Schwimmprüfungen pro Jahr abnehmen. „Ziel ist es, so viele gute Schwimmer wie möglich auszubilden. Denn gute Schwimmer meistern nicht nur Gefahren besser, sie können auch anderen helfen, ob am Badeteich, im Meer oder im Hallenbad“, so die Schwimmlehrerin.
Neben den Rettungsschwimmern nimmt Frau Kellner aber auch alle anderen Badegäste in die Pflicht. „Nur Vorsicht beugt vor! Um Unfälle zu vermeiden, sollte jeder die Baderegeln kennen“. Und wie stets mit Ihnen? Kennen Sie sie noch?

DIE BADEREGELN

  1. GESUNDHEIT: Wer schwimmen geht, muss gesund sein!
  2. HINWEISSCHILDER BEACHTEN: Auf den Hinweisschildern kann man lesen, was im Schwimmbad erlaubt und was verboten ist.
  3. DUSCHEN, ABKÜHLEN: Vor dem Sprung ins Wasser erst duschen und abkühlen!
  4. KÄLTEGEFÜHL: Nicht im Wasser bleiben, wenn einem kalt ist, ansonsten steigt die Gefahr von Krämpfen!
  5. OHRENERKRANKUNGEN: Wenn man Ohrenschmerzen oder eine Ohrenverletzung hat, darf man nicht schwimmen, springen oder tauchen!
  6. ESSEN: Wer viel gegessen hat, sollte eine Stunde warten, bevor er wieder ins Wasser geht.
  7. STARKE SONNE: Schützen Sie sich vor der Sonne (Sonnencreme, Kappe, T-Shirt)! Wenn Ihnen heiß ist, nicht ins kalte Wasser springen!
  8. ÜBERMUT: Lassen Sie sich nicht von anderen dazu überreden, etwas zu tun, was Sie nicht gut können (weit hinausschwimmen, ins tiefe Wasser springen oder tauchen). Schwimmhilfen bieten keine Sicherheit
  9. SPRINGEN: Nur dort ins Wasser springen, wo es erlaubt ist! Man darf dabei niemanden in Gefahr bringen! Nicht in Gewässer springen, die man nicht kennt, es könnten viele Gefahren lauern!
  10. VORSICHT IM ERLEBNISBAD: Im Erlebnisbad sind oft viele Menschen. Beobachten Sie daher auch die Leute in Ihrer Umgebung! Rufen Sie Hilfe herbei, wenn jemand in Gefahr ist!
socialshareprivacy info icon