Resettlement

„Resettlement“ bedeutet die dauerhafte Neuansiedlung besonders schutzbedürftiger anerkannter Flüchtlinge in einem zur Aufnahme bereiten Drittstaat, der ihnen vollen Flüchtlingsschutz gewährt. Voraussetzung für Resettlement ist, dass eine Rückkehr der Flüchtlinge in ihr Herkunftsland aufgrund von Verfolgungsgefahr nicht möglich ist und dass sie auch keinen angemessenen Schutz in ihren jeweiligen Erstzufluchtsstaaten finden können. Das Ziel von Resettlement ist es, besonders vulnerablen Flüchtlingen einen legalen Zugang zu internationalem Schutz zu ermöglichen und sie in einem Aufnahmestaat dauerhaft anzusiedeln und zu integrieren.


Bislang hat Österreich im Rahmen von drei aufeinanderfolgenden ad-hoc Humanitären Aufnahmeprogrammen (HAP I-III) zwischen 2013 und 2018 rund 1.250 syrische Flüchtlinge aufgenommen. Diese wurden nach ihrer Ankunft in Österreich durch die ARGE Resettlement - bestehend aus Caritas, Diakonie und dem Österreichischen Roten Kreuz - betreut und begleitet. Weitere 650 Flüchtlinge profitierten von einer erweiterten Familienzusammenführung, sodass insgesamt 1.900 Flüchtlinge im Rahmen der HAPs nach Österreich kommen konnten, um hier ein selbständiges Leben in Sicherheit aufzubauen.


Diese Humanitären Aufnahmeprogramme legten den Grundstein für eine langfristige und nachhaltige Integration der Flüchtlinge in Österreich und waren eine humanitäre Notwendigkeit. Sie ermöglichten 1.900 Schutzbedürftigen ohne Einsatz ihres Lebens sicher und legal nach Österreich zu kommen. Aus diesem Grund setzt sich das Österreichische Rote Kreuz für die Einführung eines regulären Resettlement-Programms ein. Für dieses sollten jährliche Quoten vorgeschrieben sein und es sollte auch für andere Konfliktregionen offen sein.

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