RE/MAX-Wohnungs-Not-Fonds geht in die zweite Runde

Gemeinsam mit dem Roten Kreuz hilft der RE/MAX-Wohnungs-Not-Fonds alleinerziehenden Müttern aus prekären Situationen.

Das Immobilienmakler-Unternehmen RE/MAX und das Österreichische Rote Kreuz haben vor gut einem Jahr, im Jänner 2016 den „RE/MAX-Wohnungs-Not-Fonds“ zugunsten alleinerziehender Mütter in Not ins Leben gerufen. Seit dem ist viel passiert. Im ersten Jahr der Kooperation konnte bereits über 60 Alleinerzieherinnen mit rund 100 Kindern in Notsituationen geholfen werden.

David ist fünf Jahre und leidet unter einem bösartigen Gehirntumor. Seine Mutter kümmert sich rund um die Uhr um ihn. Ihrer Arbeit als diplomierte Krankenschwester kann sie dadurch nicht mehr nachgehen. Frau V. erhält keine Unterstützung von Davids Vater, die kleine Familie lebt zurzeit fast ausschließlich von ihrem Pflegekarenzgeld. Das ist zu wenig, um die Fixkosten zu begleichen. Die verzweifelte Frau wandte sich an die Spontanhilfe des Roten Kreuzes, die wiederum auf die Unterstützung aus dem RE/MAX-Wohnungs-Not-Fonds zurückgreifen kann. Dieser sprang ein und unterstützte Frau V. bei der Begleichung ihrer Fixkosten für die Wohnung, damit sie sich ohne zusätzliche Existenzsorgen ganz auf Davids Pflege konzentrieren kann.

Martina Schmidt ist alleinerziehende Mutter einer 2-jährigen Tochter. Frau Schmidt leidet unter einer psychiatrischen Erkrankung, die Sorge für ihre Tochter stellt eine enorme Herausforderung für sie dar. Sie kann ihren Beruf als Friseurin im Moment nicht ausüben. Im Laufe der Zeit haben sich Schulden angehäuft, die immer wieder durch finanzielle Unterstützung aus dem Familienkreis getilgt wurden. Ein großer Kostenfaktor ist die teure Wohnung. Da konnte der RE/MAX Wohnungs-Not-Fonds nun helfen und gemeinsam mit anderen Partnern den Umzug in eine leistbare Wohnung ermöglichen.

„Das sind nur zwei Beispiele, die zeigen wie schwierig die Situation von vielen alleinerziehenden Müttern in Österreich ist. Unter den etwa 300.000 Menschen, die in Österreich mit 600 Euro pro Monat auskommen müssen, stellen Alleinerziehende einen großen Anteil. Dieser Gruppe von Bedürftigen hat sich der RE/MAX-Wohnungs-Not-Fonds gewidmet. Seit gut einem Jahr unterstützt das Immobilienmakler-Unternehmen sie mit der Übernahme von fälligen Kosten aus dem Bereich Wohnen. Der Fonds zahlt kein Bargeld aus, sondern übernimmt anstehende Kosten oder dringende Anschaffungen – nicht als Dauereinrichtung, sondern als Starthilfe für den Neuanfang. Dem Roten Kreuz steht damit ein starker Partner zur Seite, “ freut sich LAbg. Prim. Dr. Aichinger Walter, Oberösterreichischer Rotkreuz-Präsident.

Bei der RE/MAX Convention Ende Jänner dieses Jahres, im Design Center in Linz, wurde im Zuge einer Tombola-Verlosung eine stattliche Spendensumme in der Höhe von € 4.160,- für den Wohnungs-Not-Fonds des Roten Kreuzes gesammelt.

Bernhard Reikersdorfer, MBA, Geschäftsführer von RE/MAX Austria, übergab mit Freude den Scheck an LAbg. Prim. Dr. Aichinger Walter, Oberösterreichischer Rotkreuz-Präsident.
Fotocredits: RE/MAX Austria

„Wir haben den RE/MAX-Wohnungs-Not-Fonds gemeinsam mit dem Österreichischen Roten Kreuz gegründet mit der Absicht, Wärme, Zuversicht, Hoffnung und Mut in die Wohnungen von alleinerziehenden Müttern zu bringen“, sagt Bernhard Reikersdorfer von RE/MAX Austria. „Es gibt ganz schlimme Schicksale und besonders häufig trifft es Alleinerzieherinnen, die mit wenig Budget und kaum Unterstützung ihren Alltag meistern müssen. Wir haben großen Respekt vor diesen Frauen und möchten mit Mietzuschüssen, Energiekostenübernahmen oder der Anschaffung eines dringend benötigten Haushaltsgerätes unsere Solidarität zum Ausdruck bringen.“

Im Jahr 2016 hat der Fonds über 60 Alleinerzieherinnen mit rund 100 Kindern erreicht und aus der gröbsten Not befreit. Das Erfolgsmodell der Kooperation zwischen RE/MAX Austria und dem ÖRK soll auch über die Grenzen hinweg weitergetragen werden. „Wir suchen Nachahmer und möchten dieses „best practice Modell“ auf andere europäische Länder ausweiten“, resümiert Bernhard Reikersdorfer. In Österreich läuft die Kooperation auf alle Fälle noch bis 2019.

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