21.11.2007 11:14

Ruf nach Befreiung der Blaulichtorganisationen von der Mineralölsteuer

Das Rote Kreuz unterstützt Forderungen aus dem Bundesland Kärnten

Wien (Rotes Kreuz) - Die Anhebung der Mineralölsteuer (MÖSt) mit

1. Juli 2007 zieht auch für die Rettungsorganisationen eine
Verteuerung der Treibstoffkosten nach sich. "Für das Österreichische
Rote Kreuz als größten Rettungsdienstleister Österreichs führt die
Anhebung der Mineralölsteuer zu Mehrkosten in der Höhe von rund Euro
730.000,- pro Jahr", so Werner Kerschbaum, stellvertretender
Generalsekretär des Österreichschen Roten Kreuzes (ÖRK).

"Eine so massive Belastung wie durch die Erhöhung der Mineralölsteuer
erschwert unsere Arbeit. Deshalb sind wir im August dieses Jahres an
das Finanzministerium und den Bundeskanzler mit der Forderung
herangetreten, für Rettungsorganisationen ein analoges Modell der
Rückvergütung der MÖSt zu schaffen, wie es für Land- und Forstwirte
im Bereich des Agrardiesel aufgrund der Steuerreform 2005 existiert.
Die Fordernug wurde abgelehnt" so der stellvertretende
Generalsekretär.

Das Österreichische Rote Kreuz ist nicht nur der Lebensretter Nummer
eins im Land. "Dass das ÖRK und andere Non Profit-Organisationen
(NPO) bei Rückvergütungsmodellen oft vergessen werden, scheint an der
Unkenntnis über deren gesamtwirtschaftliche Bedeutung zu liegen", so
Kerschbaum. Der NPO-Sektor kommt für ca. 5% des
Bruttonationalproduktes auf, umgerechnet sind das etwa 10 Milliarden
Euro jährlich. Die verschiedenen Organisationen beschäftigen 10%
aller im Dienstleistungsbereich tätigen Arbeitnehmer und sind ein
führender Wachstumsfaktor. Bewertet man die durch NPOs erbrachte
freiwillige Leistung mit einem Stundensatz von 20 Euro, so übersteigt
der Wert jährlich eine Milliarde Euro deutlich.

Rückfragehinweis:


ÖRK-Pressestelle
Mag. Petra Griessner
Tel.: 01/58900-357
Mobil: 0664 / 823 4887
E-Mail: petra.griessner(at)roteskreuz.at
www.roteskreuz.at
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