17.04.2008 15:45

Fußballfieber ist kein Ausschlußgrund fürs Blutspenden

Pressefrühstück des Roten Kreuzes zum Thema EURO 2008 – Herausforderung für die Blutversorgung.

Dr. Werner Kerschbaum bei der Eröffnung der neuen Blutspendezentrale in Wien

Die Herausforderung für den Blutspendedienst während der EURO2008 liegt in der Aufgabe, die gleichmäßige Versorgung der Krankenhäuser zu gewährleisten, als auch auf größere Schadensereignisse vorbereitet zu sein. „Blut ist eine überaus wertvolle Ressource. Seit Monaten sind wir mit allen Blutspendediensten in ganz Österreich in Kontakt, ebenso führen wir Gespräche mit dem Krankenanstaltenverbund, um den Bedarf möglichst exakt bestimmen zu können. Ein virtueller Konservenpool ist eingerichtet, auf den alle Blutspendedienste zurückgreifen können“, so Dr. Eva Menichetti, medizinische Leiterin der Blutspendezentrale Wien, Niederösterreich und Burgenland.

 

„Die gute Zusammenarbeit ist besonders wichtig. Planbare Operationen werden im Juni etwas reduziert werden, Herz- und neurochirurgische Eingriffe werden natürlich nicht reduziert. Die Normalversorgung in Österreich muss aufrecht erhalten bleiben“, so Dr. Susanne Drapalik, Wiener Krankenanstaltenverbund.

Blutspender zu sensibilisieren ist eine der größten Herausforderungen für das Rote Kreuz – „Im Juni und Juli kommen erfahrungsgemäß aufgrund der Urlaubszeit weniger Menschen zum Blutspenden. Im städtischen Bereich spenden zwei Prozent der Bevölkerung Blut, in ländlichen Regionen liegen wir bei vier bis sechs Prozent, “ erläutert Dr. Werner Kerschbaum die Problematik.

Während der EURO werden bei Blutspendeaktionen „Panini Sammelbilder“ an die Blutspender ausgeteilt, die nach der Blutspende bei Bier und Brezeln fleißig getauscht werden können, während man auf einem Plasmabildschirm mit den wichtigsten News auf dem Laufenden gehalten wird.

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