27.12.2009 13:15

5 Jahre nach dem Tsunami: "Langer Atem hat sich gelohnt"

ÖRK-Präsident Fredy Mayer zieht Bilanz über 5 Jahre Österreichische Rotkreuz-Hilfe nach dem Tsunami.

5 Jahre nach dem Tsunami: "Langer Atem hat sich gelohnt"
ÖRK-Projektleiter Max Santner (links) und ÖRK-Präsident Fredy Mayer in Sri Lanka.

„Unsere Hilfe ist dort angekommen, wo sie am dringendsten notwendig war", bilanziert ÖRK-Präsident Fredy Mayer. „Fünf Jahre nach der Katastrophe stellen wir mit Zufriedenheit fest, dass sich unser Einsatz und unser Durchhaltevermögen gelohnt haben.“

 

Der Rotkreuz-Präsident hat sich auf Reisen nach Sri Lanka persönlich ein Bild gemacht und sich von der erfolgreichen Unterstützung überzeugt. "Wir konnten gemäß unserem mission statement das Leben der betroffenen Menschen entscheidend verbessern."

 

Die Wiederaufbauhilfe des Österreichischen Roten Kreuzes konzentrierte sich auf Sri Lanka. Gemeinsam mit dem Schweizerischen Roten Kreuz wurden Häuser und Infrastruktur in den drei Distrikten Batticaloa, Trincomalee und Kilinochchi repariert bzw. neu gebaut. Insgesamt wurden bis zum Jahr 2009 über 7.000 Häuser (wieder-) aufgebaut, darunter Wohnhäuser, Schulen und Gesundheitseinrichtungen. Wichtig bei diesen Projekten war die starke Involvierung der betroffenen Bevölkerung. 

 

Das Österreichische Rote Kreuz hat sich in seiner Hilfe auf den Osten und Norden Sri Lankas konzentriert. "Von Anfang an war klar, dass wir unsere Arbeit auch in jenen Regionen durchführen wollen, deren Rahmenbedingungen problematisch waren, weil uns dort die Menschen brauchen", erklärt der Rotkreuz-Präsident. "Wir konnten auch in den vom Bürgerkrieg schwer in Mitleidenschaft gezogenen Gebieten unsere Wiederaufbauprogramme erfolgreich zu Ende bringen."

 

Ein Erfolg, der nicht zuletzt auch auf das weltweite Rotkreuz-Netzwerk zurückzuführen ist. In solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig der "lange Atem" von etabilierten Hilfsorganisationen ist. Ser oft war Geduld angebracht. Geduld der betroffenen Bevölkerung, für die nach der Katastrophe verständlicherweise vieles schneller hätte gehen können. Geduld auch der Spender, die natürlich gerne sofort die Wirkung ihrer Spende sehen möchten. Und auch die Geduld der Projektleiter vor Ort wurde immer wieder auf die Probe gestellt.

 

Die Geduld hat sich ausgezahlt. "Als Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes bin ich heute, 5 Jahre nach der Katastrophe, auch ein wenig stolz zu sehen, dass das uns anvertraute Geld dazu beigetragen hat, abertausenden Menschen einen Neustart zu ermöglichen."

 

Gemeinsam haben die Rotkreuz-Gesellschaften mit ihren Hilfsprogrammen die Lebensumstände von tausenden Menschen in den betroffenen Ländern verbessert:

 

  • Über  650,000 Menschen haben Zugang zu sauberem, sicherem Trinkwasser.
  • Über eine Million Menschen haben Zugang zu gemeinschaftlich organisierten Gesundheitseinrichtungen
  • Über 270,000 Menschen haben eine erste Hilfe-Ausbildung abgeschlossen oder sind trainiert in psychosozialer Unterstützung.
  • Beinahe 63,000 Haushalte haben finanzielle Unterstützung erhalten, um ihre Lebensgrundlage aufzubauen.
  • Über 38,000 Menschen haben ein Training in Katastrophenmanagement absolviert.

 

 

 

 

 

 

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