12.10.2012 13:42

Lebensgefahr bei Arbeitsunfall

Lebensgefahr bei Arbeitsunfall

„Die Koffersortieranlage am Flughafen Wien war defekt und ich war gerade dabei, sie zu reparieren“, schildert der Flughafenmitarbeiter Christian Holleitner die Ereignisse vor über zehn Jahren. Als sich die Maschine plötzlich wieder in Bewegung setzte, konnte sich Christian nicht mehr schnell genug in Sicherheit bringen und sein linkes Bein wurde in die Anlage gezogen. Ein Unfall mit lebensgefährlichen Folgen: Nachdem die Ärzte den Niederösterreicher erfolgreich am offenen Herzen reanimieren konnten, mussten sie das linke Bein des Flughafenmitarbeiters amputieren. Dabei verlor er sehr viel Blut, und Christian überlebte nur dank der schnellen Transfusion von mehr als fünfzig Blutkonserven.

 

Eineinhalb Jahre später konnte Christian seinen neuen Job als Büroangestellter am Flughafen Wien antreten. Und nicht nur das: Nach der Geburt der ältesten Tochter im Jahr 2003, durfte sich das Ehepaar Holleitner wieder über Familienzuwachs freuen. „Sicher ist der Alltag anders als mit zwei Beinen“, sagt Christian heute, „aber ohne das Blut von anderen Menschen könnte ich heute weder arbeiten, noch hätte ich die Geburt meiner drei Mädchen miterlebt“.

 

In Österreich wird jede Minute eine Blutkonserve benötigt, insgesamt bis zu 450.000 Konserven pro Jahr.  Ganz gleich ob bei Unfällen, Operationen, schweren Erkrankungen oder Geburten: menschliches Blut ist im Notfall eines der wichtigsten Medikamente und kann durch nichts ersetzt werden. Leider ist das nur wenigen bewusst – so spenden gerade einmal 3,5 Prozent der Menschen regelmäßig Blut.

 

Die ausreichende Versorgung der Patientinnen und Patienten mit sicheren Blutprodukten ist eine herausfordernde Aufgabe: Blutkonserven sind nur maximal 42 Tage lang haltbar und der Bedarf der verschiedenen Blutgruppen schwankt stark. Die Patienten können in Österreich aber darauf vertrauen, im Ernstfall bestens versorgt zu werden. Denn: Das Rote Kreuz garantiert seit mehr als 55 Jahren eine rasche und sichere Versorgung rund um die Uhr. Doch diese Hilfe ist nur durch die Hundertausenden freiwilligen und unbezahlten Blutspenderinnen und Blutspender möglich. Die Geschichte von Christian Holleitner zeigt eines deutlich: Blitzschnell kann es geschehen und man ist selbst auf Blutkonserven angewiesen. Chronisch kranke Menschen oder Krebspatienten benötigen oftmals bis zu hundert Konserven im Laufe ihrer Therapie.

 

Wenn Sie Menschen wie Christian mit Ihrer Blutspende helfen wollen, dann kontaktieren Sie uns oder kommen einfach bei einer Blutspendeaktionen in Ihrer Umgebung vorbei.

 

Wir freuen uns auf Sie!

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