09.11.2012 08:40

Blutspender können aufeinander zählen

Blutspender können aufeinander zählen

„Es kann im Grunde genommen jeden von uns treffen und ganz plötzlich ist man selbst auf Blutkonserven angewiesen“, resumiert Anton Weiss aus Kaumberg nach seiner Herzoperation.

 

Bei einem Vortrag spürt der Polizist und Feuerwehrkommandant plötzlich ein Brennen in seiner Brust. Doch Anton wartet noch die Nacht ab, bevor er am nächsten Tag das Krankenhaus mit starken Schweißausbrüchen aufsucht. Die Diagnose im Krankenhaus lautet auf unzureichende Blutversorgung des Herzen. Schnell wird die Sache klarer und vor allem dramatischer: Ein Riss der Hauptschlagader bringt den Niederösterreicher in Lebensgefahr. Bei der folgenden Notoperation bekommt Anton unzählige Blutkonserven, ohne die er nicht überlebt hätte.

 

„Es ist mir bewusst, dass andere Menschen für mich Blut gespendet und damit mein Leben gerettet haben“, erklärt Anton, der selbst Blutspender ist. Für ihn geht es beim Blutspenden auch um den Zusammenhalt in einer Gemeinschaft: „Es ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass Menschen regelmäßig Blut spenden und jeder seinen Beitrag leistet“.

 

Jede Blutspende zählt!
In Österreich wird jede Minute eine Blutkonserve benötigt, insgesamt bis zu 450.000 Konserven pro Jahr.  Ganz gleich ob bei Unfällen, Operationen, schweren Erkrankungen oder Geburten: menschliches Blut ist im Notfall eines der wichtigsten Medikamente und kann durch nichts ersetzt werden. Leider ist das nur wenigen bewusst – so spenden gerade einmal 3,5 Prozent der Menschen regelmäßig Blut.

 

Die ausreichende Versorgung der Patientinnen und Patienten mit sicheren Blutprodukten ist eine herausfordernde Aufgabe: Blutkonserven sind nur maximal 42 Tage lang haltbar und der Bedarf der verschiedenen Blutgruppen schwankt stark. Die Patienten können in Österreich aber darauf vertrauen, im Ernstfall bestens versorgt zu werden. Denn: das Rote Kreuz garantiert seit mehr als 55 Jahren eine rasche und sichere Versorgung rund um die Uhr. Doch diese Hilfe ist nur durch die Hundertausenden freiwilligen und unbezahlten Blutspenderinnen und Blutspender möglich.

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