28.11.2012 09:35

Penny-Familien-Hilfsfonds: Bilanz der Menschlichkeit

Mit den Mitteln aus dem Penny-Familien-Hilfsfonds konnte das Rote Kreuz 260 Familien mit über 600 Kinder die drängendsten finanziellen Sorgen nehmen.

Penny-Familien-Hilfsfonds: Bilanz der Menschlichkeit

Die Geschichte, die Familie G. zu erzählen hat, klingt so, als stamme sie aus dem 19. Jahrhundert – tatsächlich spielt sie aber in den vergangenen drei Jahren. Seit 2008 lebt die Familie nun schon ohne Strom und Gas – für westliche Verhältnisse eigentlich unvorstellbar, für Mutter Zora und ihre zwei Kinder aber traurige Realität. Und das mitten in Österreich.

 

Familie G. ist einer von 260 Fällen, denen der Penny-Familien-Hilfsfonds des Österreichischen Roten Kreuzes helfen konnte. Mit Unterstützung aus dem Fonds konnten die Rechnungen schließlich beglichen werden, die Wohnung ist wieder geheizt und das Licht brennt auch wieder. Die Geschichten der Familien lesen Sie hier.

 

Anfang September startete die Lebensmittelkette Penny gemeinsam mit dem Roten Kreuz diese Aktion der Menschlichkeit. Bereits zum zweiten Mal erhielten heuer alle Kunden, die in der zweiten September-Woche bei Penny einkauften und gleichzeitig spendeten, sei es nur ein einziger Euro, einen 10-Prozent-Gutschein auf einen Penny-Einkauf in der Folgewoche.

 

Gut gefüllter Spenden-Topf

 

Die Großzügigkeit der Penny-Kunden füllte den Spenden-Topf mit 115.746 Euro.  „Ein sensationeller Erfolg“, freut sich Werner Kerschbaum, Generalsekretär des ÖRK. Quer durch Österreich waren daraufhin bedürftige Familien eingeladen, sich beim Roten Kreuz zu melden.


Die Aktion hat neben der direkten Hilfe für Familien in Not einen zweiten wichtigen Effekt. Die breite Bewerbung des Penny-Familienhilfsfonds trägt dazu bei, die österreichische Bevölkerung für ein Thema sensibilisieren, dass zwar nicht immer sichtbar, aber doch sehr präsent ist. Die Armut. „Obwohl es viele vielleicht nicht für möglich halten würden, ist es doch eine Tatsache: jeder achte Österreicher ist entweder armutsgefährdet oder lebt in Armut“, sagt Rotkreuz-Generalsekretär Kerschbaum.

 

Armut ist präsent

 

„Mit dieser Aktion, an der mehr als 100.000 Menschen teilgenommen haben, konnten wir zeigen, dass wir Österreicher bereit sind zu helfen.“ Der Erlös half den Familien auf verschiedenste Arten: Während manchen Familien Strom- und Gasrechnungen gezahlt wurden, damit sie ihre Wohnungen weiterhin beheizen können und Warmwasser zu Verfügung haben, wurden in anderen Fällen Kindern die Möglichkeit geboten für kurze Zeit ihrem tristen Alltag zu entfliehen. Schulskikurse oder Sportwochen wurden bezahlt. Der Penny-Familien-Hilfsfonds des Österreichischen Roten Kreuzes konnte 260 Familien mit über 600 Kindern wenigstens ein paar dringende Sorgen nehmen.

 
Für diese unbürokratische und rasche Hilfe für Familien in Not steht rund um das Jahr die Spontanhilfe des Österreichischen Roten Kreuzes. Auch nach der Abwicklung des Penny-Familienhilfsfonds steht diese Einrichtung jeden Tag bedürftigen Menschen offen. Die Kontakte in Ihrem Bundesland finden Sie hier. 

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