02.04.2013 13:03

Wir haben die passende Jacke für Dich: OÖ. Rotes Kreuz startet Freiwilligenkampagne

Über 18.500 Freiwillige stellen ihre Freizeit in den Dienst des OÖ. Roten Kreuzes. Viele Leistungen könnten ohne dieses Engagement nicht angeboten werden. Der Bedarf steigt aber weiterhin in nahezu allen Sparten. Mit einem großangelegten Informationsschwerpunkt will das OÖ. Rote Kreuz seine Leistungen für die Zukunft absichern bzw. ausbauen.

Wir haben die passende Jacke für Dich: OÖ. Rotes Kreuz startet Freiwilligenkampagne

Sie sitzt, passt, macht Spaß, macht Sinn, macht Freunde und bringt Erfahrung – die passende Jacke im OÖ. Roten Kreuz: „In zahlreichen persönlichen Gesprächen und internen Befragungen haben wir die Motive unserer Freiwilligen in Erfahrung gebracht. Diese haben wir nun in dieser ‚Freiwilligen-Kampagne‘ thematisiert und zielgruppenspezifisch aufgearbeitet. Dadurch hoffen wir das Interesse an einer freiwilligen Tätigkeit bei möglichst vielen Personen zu wecken“, erklärt OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Walter Aichinger den Hintergrund der Kampagne.

 

Freiwilligkeit darf nicht dem Zufall überlassen werden
Von den derzeit etwa 18.500 Rotkreuz-Freiwilligen sind knapp die Hälfte im Rettungsdienst tätig, ein Großteil aber auch in den freiwilligen Betreuungsdiensten: „Freiwilligkeit überlassen wir nicht dem Zufall. Wir müssen auch für die Zukunft unsere Dienste sichern bzw. ausbauen. Im Jahr 2050 werden 11% der Österreicher über 80 Jahre alt sein. Das Altern aktiv und gesundheitsfördernd zu gestalten und leistbare Pflegedienste anzubieten, wird nur mithilfe von freiwilligen Besuchsdiensten, freiwilliger mobiler Hospizbetreuung, freiwillig betreuten Reisen und Bewegungskursen funktionieren. Freiwilligkeit ist somit eine tragende Säule unserer Gesellschaft bzw. des Sozialsystems“, legt Aichinger weiters dar.

 

Sinnvolle Freizeitgestaltung als wichtiges Motiv
Eine die im OÖ. Roten Kreuz die passende Jacke gefunden hat, ist die 24-jährige Anna Leitner: „Vor einigen Jahren habe ich den Entschluss gefasst, mich in meiner Freizeit etwas Sinnvollem zu widmen und bin so auf den Rettungsdienst gestoßen. Anfänglich war ich etwas skeptisch, ob ich dazu überhaupt im Stande bin. Nach dem ersten Gespräch war diese Angst jedoch sofort verflogen und somit begann ich mit der Ausbildung. Mindestens zwei bis drei Mal im Monat leiste ich nun Dienst, sowohl in Linz als auch in Walding“, so die junge Linzerin.

 

Freiwilligkeit macht Freunde
Ohne Freiwilligkeit gäbe es schlichtweg viele Leistungsbereiche des Roten Kreuzes nicht bzw. nur in eingeschränkter Form. Verdeutlicht wird dies durch die Tatsache, dass mehr als die Hälfte aller Einsätze im Rettungs- und Krankentransport im vergangenen Jahr durch Freiwillige geleistet wurden: „Es gibt natürlich Einsätze, die einem sehr viel abverlangen bzw. auch Tag-   und Nachtdienste, in denen kaum Ruhe einkehrt. So müde ich auch teilweise von den Diensten nach Hause gehe, so sehr freue ich mich wieder, meine Kollegen zu treffen. Mit vielen verbindet mich bereits ein sehr freundschaftliches Verhältnis, aber die Gemeinschaft im Allgemeinen ist toll“, erklärt die ambitionierte Rettungssanitäterin.

 

Sitzt, passt und macht Sinn
Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit und Abwechslung gehören zu jenen Motiven, die für eine freiwillige Tätigkeit als sehr wichtig empfunden werden. Aber auch sich für andere Mitmenschen einzusetzen bzw. die bereits gesammelten Erfahrungen in die Tätigkeit einzubringen ist ein wesentlicher Bestandteil der Freiwilligkeit: „Als ich meine Pension antrat war mir klar, dass ich freiwillig tätig werden möchte. Also ging ich zur nächstgelegenen Rotkreuz-Ortsstelle in Traun, um mich über die Angebote zu informieren. Der Besuchsdienst hat schlussendlich mein Interesse geweckt und so bringe ich meine Zeit mehrmals die Woche sinnvoll im Altenheim St. Dionysen ein. Ich gehe dort mit den Bewohnern spazieren, führe ausgedehnte Gespräche, oder nehme mir Zeit für ein Spiel. Es macht mir wirklich viel Freude und ich habe nach dem Besuch das Gefühl etwas Sinnvolles und Wichtiges getan zu haben“, gewährt der 67-jährige Walter Bauer Einblicke in seine freiwillige Tätigkeit.

 

Individuelle Betreuung als Erfolgsrezept
Um professionelle und permanente Freiwilligenarbeit auch künftig gewährleisten zu können, bildet das OÖ Rote Kreuz seit 2003 sogenannte Freiwilligenkoordinatoren aus. Sie sorgen an den jeweiligen Ortsstellen für die Erstbetreuung freiwilliger Mitarbeiter und bilden darüber hinaus eine Anlaufstelle für Interessenten: „Unser Erfolgsrezept liegt sicherlich in der individuellen Betreuung der Interessenten. Freiwilligenkoordinatoren nehmen sich sehr viel Zeit, um die Fähigkeiten und Wünsche der künftigen Freiwilligen zu eruieren und diese im Anschluss daran auch bestmöglich einzusetzen. Nicht selten wurde sogar ein eigener Bereich geschaffen, der von der Ortsstelle bis dato noch gar nicht angeboten wurde. Wenn sich also jemand im Roten Kreuz engagieren und somit seinen Beitrag zu einer funktionierenden Gesellschaft leisten möchte, wird er an jeder Ortsstelle mit offenen Armen empfangen“, freut sich Aichinger über zahlreiche neue Freiwillige.


Weiterbildungsmöglichkeiten als zusätzlicher Benefit
Neben der Individualität in Sachen Freiwilligkeit, der Gemeinschaft sowie der sinnvollen Freizeitbeschäftigung, bilden auch die Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten einen wesentlichen Benefit. „Das Oberösterreichische Rote Kreuz verfügt über eine eigene Bildungsakademie. Durch diese ist es unseren Mitarbeitern möglich, sich im Rahmen ihrer freiwilligen Tätigkeit fortzubilden, aber auch allgemeine Weiterbildungen, wie Rhetorik- oder Präsentationskurse, zu besuchen. Das erlernte Wissen kann natürlich auch im eigentlichen Beruf angewendet werden“, erläutert Präsident Aichinger.

 

Weitere Informationen zur Freiwilligkeit

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