18.08.2014 09:53

Rotkreuz-Präsident Schöpfer: „Helfer müssen geschützt werden!“

Gedenken an getötete Helfer in Syrien und Gaza am Tag der Humanitären Hilfe (19. August)

Rotkreuz-Präsident Schöpfer: „Helfer müssen geschützt werden!“

Wien (Rotes Kreuz) – In humanitären Notlagen sind freiwillige Helfer unverzichtbar. Sie retten Leben, lindern Leid und stellen Schutz und Versorgung von betroffenen Menschen sicher. Zahlreiche freiwillige und hauptberufliche Helfer setzen in der Ausübung ihrer Tätigkeit ihr Leben aufs Spiel. Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes, übt seine Funktion ebenfalls ehrenamtlich aus. Es ist ihm ein Anliegen am Tag der Humanitären Hilfe das gefährliche Engagement von Kollegen in Konfliktgebieten zu würdigen. „Allein in Syrien sind 44 freiwillige Helfer des Roten Halbmonds während ihres Einsatzes ums Leben gekommen“, sagt Schöpfer. „Diese Menschen, die sich Lebensgefahr aussetzen, um andere zu retten, sind wirkliche Helden.“
Auch der jüngste Konflikt im Gaza-Streifen forderte zwei Todesopfer unter den Freiwilligen des Palästinensischen Roten Halbmonds.

 

„Die Häufigkeit und Brutalität der Angriffe auf humanitäre Helfer haben in den vergangenen Jahren zugenommen“, sagt der Rotkreuz-Präsident.

 

Humanitäre Helfer sind neutral und unterstützen Bedürftige unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht, ethnischer Herkunft oder politischer Überzeugung. „Angriffe auf Helfer sind auf das schwerste zu verurteilen. Sie richten sich gegen Menschen, die das Leben anderer retten wollen. Im Krieg sind Angriffe auf medizinisches Personal eine Verletzung des humanitären Völkerrechts“, sagt Schöpfer.

 

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) fordert in einem Video-Spot den Schutz von medizinischem Personal bei bewaffneten Konflikten: http://www.roteskreuz.at/berichten/podcasts/videopodcasts/protect-health-workers/

 

Was es bedeutet in Konflikten medizinische Hilfe zu leisten, zeigt auch diese Dokumentation des IKRK:
http://www.youtube.com/watch?v=Q9MSGSeQ-6Y

 

Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Janousek
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: + 43 1 589 00-153
Mobil. + 43 664 544 46 19
E-Mail: andrea.janousek(at)roteskreuz.at
http://www.roteskreuz.at

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