04.11.2014 09:50

Rotes Kreuz trauert um Heinrich Treichl

Der Ehrenpräsident des Österreichischen Roten Kreuzes verstarb am 2. November 2014 im 102. Lebensjahr.

Rotes Kreuz trauert um Heinrich Treichl

Wien (Rotes Kreuz) – 25 Jahre lang stand Heinrich Treichl dem Österreichischen Roten Kreuz als Präsident vor. Zwischen 1974 und 1999 war Treichl „oberster Freiwilliger“ der Organisation. Zeitlebens blieb er dem Roten Kreuz als Ehrenpräsident verbunden. Am 2. November 2014 starb Heinrich Treichl im 102. Lebensjahr.


„Ich bin tief betroffen vom Tod Heinrich Treichls und möchte seiner Familie mein tiefempfundenes Beileid aussprechen. Ich tue das im Namen des gesamten Österreichischen Roten Kreuzes“, sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes.


Heinrich Treichl hat das Rote Kreuz über ein Vierteljahrhundert geprägt. „Er war stets entschlossen, Neues zu wagen und hat vor Veränderungen nicht zurückgeschreckt“, würdigt Schöpfer den ehemaligen Präsidenten. Unter Heinrich Treichls Präsidentschaft wurden Meilensteine gesetzt wie der Ausbau der Leistungen im Bereich Gesundheit und Soziale Dienste. Auch die Einführung des notarztgestützten Rettungssystems in Österreich war eine wichtige Errungenschaft in seiner Amtszeit.


Beim Roten Kreuz ist der Name Heinrich Treichl Sinnbild für humanitäre Gesinnung. Anlässlich seines 80. Geburtstags wurde der Heinrich-Treichl-Preis gestiftet. 20 mal sind seither bereits Personen geehrt worden, die durch hervorragende Leistungen humanitäre Gesinnung bewiesen haben.
Besonders in Erinnerung bleibt auch Heinrich Treichls entschiedener Einsatz für ein Verbot von Anti-Personen-Minen. Unter starker Beteiligung von Völkerrechtsexperten des Roten Kreuzes ist ein Gesetz geschrieben und verabschiedet worden, das derartige Waffen in Österreich verbietet.

 

Dieses Gesetz wurde 1997 in Ottawa zur Grundlage für ein weltweites Verbot von Anti-Personen-Minen. Darauf war Heinrich Treichl sehr stolz. „Gerade der unermüdliche Einsatz für die Ächtung dieser schrecklichen Waffen zeigt Heinrich Treichls große humanitäre Gesinnung“, sagt Schöpfer. „Das Rote Kreuz ist nicht nur dazu da, Wunden zu versorgen, sondern auch Wunden zu verhindern. Mit seinem Engagement hat Heinrich Treichl beides zu tun vermocht. Und dafür kann man ihm nur aufrichtig dankbar sein.“

 


Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek
Österreichisches Rotes Kreuz
Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-151
Mobil: +43 664 823 48 02
mailto: thomas.marecek@roteskreuz.at
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