19.04.2015 15:35

Rotes Kreuz fordert eine humane Asylpolitik

Angesichts der dramatischen Ereignisse an den EU-Außengrenzen mit vielen hunderten Toten seit Jahresbeginn fordert Rotkreuz-Präsident Schöpfer ein europaweites Umdenken in der Flüchtlingspolitik.

Rotes Kreuz fordert eine humane Asylpolitik

Wien (Rotes Kreuz) – „Grenzen zu und Schotten dicht. Ist das das einzige, das der europäischen Politik als Reaktion auf Flüchtlingstragödien einfällt?“, fragt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. „Wie viele Menschen müssen noch sterben, bis Lippenbekenntnissen der Politiker endlich Taten folgen?“

Legale Möglichkeiten der Einreise retten Leben

Seit Jahren fordert das Rote Kreuz, Flüchtlingen die legale Einreise in die Europäische Union zu ermöglichen, um hier um Asyl anzusuchen. „Ebenso lange wird diese Forderung ingnoriert. Von den traurigen  - weil tödlichen - Folgen dieser Ignoranz mussten wir uns in den vergangenen Tagen, Wochen und Monaten sehr oft überzeugen“, sagt Schöpfer.

 

Die Flüchtlingsstituation hat sich in den letzten Jahren dramatische verschärft, seitens der Europäischen Union und ihrer Mitgliedsstaaten, seien allerdings keine geeigneten Maßnahmen gesetzt worden, um auf die größten Flüchtlingsströme seit dem 2. Weltkrieg zu reagieren.

Konkrete Verbesserungen in Österreich gefordert

In Österreich gibt es weder die Möglichkeit um sogenannte humanitäre Visa anzusuchen,  noch existieren angemessene Resettlement-Programme.

„Österreich rühmt sich seiner humanitären Tradition. Jetzt wäre eine Gelegenheit diese unter Beweis zu stellen und gemeinsam mit den europäischen Partnern eine menschliche Politik einzuschlagen“, fordert Schöpfer.

 

Rückfragehinweis:

Mag. Thomas Marecek

Österreichisches Rotes Kreuz

Presse- und Medienservice

Tel.: +43 1 589 00-151

Mobil: +43 664 823 48 02

mailto: thomas.marecek(at)roteskreuz.at

http://www.roteskreuz.at

Gedenkkundgebung am 20. April in Wien

 

Das Österreichische Rote Kreuz ruft gemeinsam mit Caritas, UNHCR, Diakonie, Amnesty International und anderen Organisationen zu einer Gedenkkundgebung auf.

 

Ort: Minoritenplatz, zwischen Innen- und Außenministerium

Zeit: 20. April, 18.00

 

Weitere Informationen auf:

 

 

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