23.12.2016 10:24

Aleppo: Rotes Kreuz schließt Evakuierung ab

Etwa 35.000 Menschen sind in den vergangenen Tagen aus dem völlig zerstörten Osten der Stadt in Sicherheit gebracht worden.

Aleppo: Rotes Kreuz schließt Evakuierung ab

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat gemeinsam mit dem Syrisch-Arabischen Roten Halbmond die Evakuierung am heutigen Freitag abgeschlossen. Etwa 35.000 Zivilisten und Kämpfer wurden aus den zerstörten Stadtvierteln gebracht.

 

Etwa 100 Patienten in kritischem gesundheitlichem Zustand waren unter den Evakuierten. „Neben der dringend notwendigen Hilfe für die Bedürftigsten war es auch eine Priorität darauf zu achten, dass die Zivilbevölkerung die Stadt aus freien Willen verlässt“, betont Marianne Gasser, die Leiterin der IKRK-Delegation in Syrien. „Die Menschen hier haben erlebt wie ihre Häuser, ihr Stadtviertel gewaltsam zerstört wurde. Familien haben über Monate hinweg um Sicherheit, Nahrungsmittel, medizinische Hilfe und ein Dach über dem Kopf gekämpft. Viele waren verzweifelt, weil sie gehen mussten, das war eine schmerzhafte und verwirrende Situation für sie.“

 

Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, haben die Menschen was immer si efinden konnten, verbrannt, um sich und ihre Kinder irgendwie warm zu halten während sie auf den Abtransport warteten. Selbst Kleidung und Decken wurden verbrannt. Über 100 Rotkreuz-Helfer sind Tag und Nacht an ihrer Seite geblieben, um die Menschen zu schützen und ihnen Gewissheit zu vermitteln.  

 

Die Evakuierung begann am Donnerstag der Vorwoche und wurde mehrmals für Verhandlungen zwischen den Konfliktparteien unterbrochen. “Zivilisten die, wie diese tausenden Familien aus Aleppo, Foua und Kefraya, sich entschieden haben zu gehen, müssen aber auch in ihre Häuser zurückkehren können, wenn sie das möchten“, fordert Marianne Gasser. „Viele werden eines Tages zurückkehren.“

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