07.03.2017 12:34

Hilfe für Jemen und Südsudan

Österreich stellt aus Mitteln des Auslandskatastrophenfonds (AKF) humanitäre Hilfe vor Ort in Jemen und im Südsudan in Höhe von drei Millionen Euro bereit.

Hilfe für Jemen und Südsudan
Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes, freut sich über die Gelder für die Hilfe in Jemen und Südsudan. Nahrungsmittelhilfe, Wasseraufbereitung, medizinische Erst- und Notversorgung sind die wichtigsten Hilfsangebote des Roten Kreuzes in den Gebieten.
©ÖRK/Anna Stöcher
70 Prozent der jemenitischen Bevölkerung sind auf humanitäre Hilfe angewiesen,...
©ÖRK/Elmar Göbl
...im Südsudan benötigen über 40 Prozent der Bevölkerung Nahrungsmittelhilfe.
©ÖRK/Bernhard Helmberger

Drei Millionen Euro und 118.000 Menschen, die damit versorgt werden können - das sind die Eckdaten zur aktuellen Ausschüttung des Auslandskatastrophenfonds. Getätigt wurden diese aufgrund der drastischen humanitären Notlage in Jemen und Südsudan. "Die österreichische Bundesregierung setzt damit ein deutliches humanitäres Signal", sagt Werner Kerschbaum, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist seit Jahrzehnten im Jemen und im Südsudan tätig. Freiwillige Rotkreuz-Helfer sorgen für Zugang zu sauberem Trinkwasser, medizinischer Erst- und Notversorgung und Nahrungsmittelhilfe. In diese Kanäle gehen daher auch die Mittel des Auslandskatastrophenfonds, denn die Menschen brauchen dringend Hilfe.

Abgewickelt wird die Unterstützung über die Austrian Development Agency, kurz ADA, Umsetzungsorganisation ist das IKRK. ADA unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung. Gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen setzt die ADA pro Jahr rund 650 Projekte und Programme mit einem Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro um.


Katastrophale Situation in Jemen und Südsudan

Die bewaffneten Konflikte in Jemen und im Südsudan haben die global schlimmsten humanitären Notlagen abseits des Syrienkonfliktes verursacht. Der seit Ende 2014 verschärfte bewaffnete Konflikt hat im Jemen, dem ärmsten Land auf der arabischen Halbinsel, dazu geführt, dass 18,8 Millionen Menschen und damit knapp 70 Prozent der jemenitischen Bevölkerung auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. Auch im Südsudan spitzte die Eskalation der Auseinandersetzungen die humanitäre Notsituation zu. 3,3 Millionen Menschen sind auf der Flucht, davon 1,8 innerhalb des Landes. 4,8 Millionen Südsudanesen benötigen Nahrungsmittelhilfe, das entspricht über 40 Prozent der Bevölkerung.

socialshareprivacy info icon