17.05.2018 11:31

"Ungleichheiten entgegentreten - Menschen nicht zurücklassen"

Barbara Stöckl, Unterstützerin des Benefiz-Abends, spricht mit uns über die sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit

"Ungleichheiten entgegentreten - Menschen nicht zurücklassen"
Barbara Stöckl unterstützt den Benefiz-Abend des Roten Kreuzes

Sie engagieren sich seit vielen Jahren als Botschafterin für die Arbeit des Roten Kreuzes. Was verbindet Sie mit dem Roten Kreuz?

 

Die Grundsätze und Anliegen, die das Rote Kreuz vertritt, sind einfach überzeugend, eine wichtige Stütze unserer Gesellschaft! Als Botschafterin versuche ich sie in meiner Arbeit mitzutragen, denn schließlich geht es dabei um Werte, die uns alle jederzeit betreffen, in speziellen Krisensituationen besonders. Es gibt kaum eine andere Organisation, die so große Glaubwürdigkeit bei den Menschen hat!


Im Vorjahr ist Ihr Buch „Was wirklich zählt“ erschienen – was bewirkt die Kraft positiver Gedanken in unserem Leben, in unserer Gesellschaft?

 

Diese scheinbaren Nicht-Selbstverständlichkeiten sind ein Kitt unserer Gesellschaft, unseres Miteinanders. Es hilft, wenn man sie sieht, sie bemerkt, wertschätzt. Im eigenen Leben, aber auch wenn es darum geht Gegensätze zu überwinden. Da kann es sehr hilfreich sein, auf das zu achten was gelingt, was uns stützt, was uns stark macht. Gerade in der sozialen Arbeit passiert das jeden Tag, jede Stunde: ein nettes Wort, eine hilfreiche Hand, ein Lächeln, ein Dankeschön. Das tut gut!


Was zählt für Sie persönlich am meisten?

 

Das ist nicht immer gleich, grundsätzlich natürlich Gesundheit und dass es den Menschen um mich auch gut geht. Aber in manchen Phasen sind auch Anerkennung wichtig, eine Aufgabe zu haben, Chancen zu bekommen. Und die Liebe. Die ist es, die wirklich zählt.

 

Was sind für Sie die größten sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit? 

 

Ungleichheiten entgegenzutreten, Menschen nicht zurückzulassen, die nicht mitkommen oder nicht können. Unser Sozialstaat hat da ganz große Herausforderungen, auch Potential und Notwendigkeit für Veränderungen – aber noch wichtiger scheint mir auch das zu sehen, welche großen Errungenschaften für sozialen Zusammenhalt es bei uns gibt! Gerade in einer Zeit, in der der Leistungsgedanke so hochgehalten wird, ist es wichtig, darauf zu achten, wie wir mit Schwäche, Verlusten, Gebrechlichkeit, Schmerzen umgehen. Ich bleibe dabei: unser Umgang mit all denen, die am Rande stehen, wird der Prüfstein für die Qualität unseres Zusammenlebens!

 

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