15.05.2019 13:25

Integration durch Dialog

Ein neues Kursprogramm hilft Lücken im Integrationsprozess zu schließen

Integration durch Dialog
Launch Event des Integration durch Dialog Toolkits

Die alte Weisheit, dass Reden die Leute zusammenbringt, macht sich ein neues Toolkit zunutze. Der interaktive Dialog-Kurs gibt Organisationen, die mit Geflüchteten arbeiten, die notwendigen Ressourcen für einen erfolgreichen Integrationsprozess an die Hand.


Für das einjährige Pilotprojekt arbeitete das Internationale Dialogzentrum (KAICIID) mit Partnern wie der Caritas Wien, Human Relief und dem Roten Kreuz Wien zusammen, um Integrationslücken und Bedürfnisse der Klienten zu identifizieren. Das daraus resultierende Toolkit bietet eine interaktive 13-modulige Dialogsitzung, die neu Angekommenen das Gastgeberland in Bereichen wie Gesundheitsversorgung, Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten oder Rechtssystem vorstellt.


„Dieses Projekt zielt darauf ab, die soziale Inklusion zu verbessern", fasst Johannes Langer, Programm-Leiter bei KAICIID zusammen. „Basierend auf Empfehlungen von Partnern betont das Toolkit das Sprachenlernen als Schlüssel zur erfolgreichen Integration und soll in Verbindung mit zertifizierten Sprachkursen unterrichtet werden.“


Nach Abschluss des einjährigen Pilotprojekts gaben 80 Prozent der 160 Teilnehmer an, dass sie ein verbessertes Verständnis der österreichischen Institutionen und Kultur des Landes gewonnen haben.


„Der Dialog ist für die wirksame langfristige Integration von Menschen auf der Flucht essenziell“, erklärt Elisabeth Palugyay, die für das Rote Kreuz am Toolkit mitgearbeitet hat. „Das Projekt Integration durch Dialog und das Toolkit sind wunderbare Beispiele dafür, wie man Hilfsorganisationen in ihrem Arbeitsalltag unterstützen kann.“


Das Toolkit gibt es hier kostenlos zum Download.

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