17.07.2019 11:41

Rotes Kreuz: Neue Tauglichkeitskriterien nötig

Auf lange Sicht ist es Zeit zu handeln, um einen Engpass bei Zivildienstleistenden zu vermeiden.

Rotes Kreuz: Neue Tauglichkeitskriterien nötig

Wien (Rotes Kreuz) – Wegen geburtenschwacher Jahrgänge gibt es immer weniger Stellungspflichtige, zugleich aber mehr Untaugliche und dadurch spürbar weniger Zivildiener. Für 2019 zeichnet sich beim Roten Kreuz – dem größten Zivildienstträger des Landes – eine ähnliche Entwicklung ab wie im Jahr 2018, als es regional zu Engpässen kam und nicht alle Zivildienst-Stellen besetzt werden konnten. 

„Wir begrüßen daher die Idee eine Überarbeitung der Tauglichkeitskriterien, auch im Hinblick auf den Zivildienst“, sagt Rotkreuz-Präsident Gerald Schöpfer. „Wenn junge Menschen für nicht tauglich befunden werden, Dienst mit der Waffe zu tun, heißt das noch lange nicht, dass sie keinen sinnvollen Beitrag für die Gesellschaft leisten und der Allgemeinheit dienen können. Ein Beitrag, der enorm wichtig ist für die Menschen, die wir betreuen.“ 

Mit einer Entscheidung für den Zivildienst erwerben junge Männer soziale Kompetenzen und übernehmen Verantwortung: Zudem erwerben sie mit der Ausbildung zum Rettungssanitäter eine vollwertige Berufsausbildung. Das Engagement bringt auch einen Mehrwert für das eigene Qualifikationsprofil. Zivildiener stärken in den Einsätzen ihre Teamfähigkeit. Menschen, die sich für andere einsetzen, sind meist auch in ihrem späteren Arbeitsleben besonders aktiv und verantwortungsbewusst. Und: Viele Zivildiener bleiben als Freiwillige aktiv und stärken damit weiterhin den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Rückfragehinweis: 

Österreichisches Rotes Kreuz, Medienservice

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