22.10.2018 09:48

Die Rotkreuz-Vierbeiner zeigten ihr Können!

Landesübung der Suchhunde-Teams im Waldviertel

Die Rotkreuz-Vierbeiner zeigten ihr Können!

Von 19. bis 21. Oktober fand in Allentsteig die Landesübung der Rotkreuz-Suchhunde-Teams statt. In verschiedensten Übungsszenarien konnten die Vierbeiner mit ihren Herrchen und Frauchen ihr Können und ihre Fähigkeit in Einsatzsituationen zeigen. Insgesamt nahmen 50 Suchhunde-Teams an der Landesübung teil. Am letzten Tag stand dann zusätzlich ein eigener Wettbewerb auf dem Programm.

Wenn Menschen vermisst werden, dann sind die Rotkreuz-Suchhunde immer einsatzbereit und helfen Personen zu „erschnüffeln“. „Unsere Suchhunde-Teams kommen weltweit in Einsatz“, erklärt Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich. „In Niederösterreich sind wir vor allem dann unterwegs, wenn Menschen vermisst werden – also beispielsweise, wenn ältere Menschen nicht nach Hause kommen. Gerade in der kälteren Jahreszeit ist es enorm wichtig, diesen Menschen schnell zu helfen. Übungen wie diese sind enorm wichtig, um den Einsatzfall und diverse Herausforderungen, die dabei entstehen können, möglichst realitätsnah zu üben.“

„In Niederösterreich haben wir insgesamt neun Suchhunde-Staffeln die drei Mal wöchentlich dafür trainieren, Menschen in Notsituationen zu retten“, erklärt Hugo Karner, Landeskoordinator Suchhunde. Einige Teams wurden auch schon zu Auslandseinsätzen gerufen, um dort bei der Suche nach vermissten Personen zu helfen. „Die Ausbildung der Suchhunde erfordert hartes Training und Disziplin und wir können sehr stolz sein, dass die Leistungen unserer Teams auch über die Landesgrenze hinaus in Anspruch genommen werden“, meint Karner.

Damit im Zuge der Vorbereitungen auf den Ernstfall auch so realistisch wie möglich geprobt werden kann, findet jedes Jahr die Landesübung Suchhunde statt. Hierbei werden die Teams vor verschiedenste Aufgaben gestellt und müssen neben der Bewältigung von Geschicklichkeits-Übungen auch vermisste Personen bergen. Am 20. Oktober stand im Rahmen der Landesübung ein Stationsbetreib auf dem Programm, wobei die Teams vor Aufgaben wie GPS-Orientierung, Hubschrauber-Flugtraining oder auch ein Gewandtheits-Parkour gestellt wurden. Am letzten Tag konnten sich die Teams für ihren Einsatz Punkte holen. Im Zuge eines Wettbewerbs mussten sie verschiedene Szenarien bewältigen, wie zum Beispiel die Suche nach zehn Vermissten. Auch Erste-Hilfe Übungen waren Teil der Aufgaben und letztendlich konnte die Staffel aus Wiener Neustadt den Sieg holen und sich über einen prachtvollen Pokal freuen. Um die Versorgung der Teilnehmer/innen sowie der Zuseher/innen kümmerte sich an beiden Tagen die Feldküche Neunkirchen.

Aktuell gibt es in Niederösterreich neun Suchhunde-Staffeln die in Haag, Neunkirchen, Perchtoldsdorf, Poysdorf, Schwechat, Tulln, St. Aegyd/Neuwalde, Weitra und Wr. Neustadt Zuhause sind. Nicht nur die zwei- bis dreijährige Ausbildung zum Suchhund ist sehr anspruchsvoll, auch das Training erfordert viel Zeit und Disziplin. Um alle Zeit einsatzbereit zu sein, trainieren die Suchhunde-Teams drei Mal in der Woche auf unterschiedlichem Gelände. Sowohl die Ausdauer und Genauigkeit als auch der Geruchssinn des Hundes müssen laufend trainiert werden. Das Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer muss immer bestehen, damit die Einsätze reibungslos ablaufen können.


Tulln, 22. Oktober 2018


Fotocredit: RKNÖ/M.Pelikan, RKNÖ/M.Kohlhammer




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