30.10.2018 08:32

Rotkreuz-Bezirkseinsatzleiter!

Rollout für ganz Niederösterreich im Laufen.

Rotkreuz-Bezirkseinsatzleiter!

Künftig ergänzt der Rotkreuz-Bezirkseinsatzleiter bei schwierigen Einsätzen das Rettungsteam vor Ort, derzeit erfolgt der Rollout des Systems in ganz Niederösterreich. „Die organisatorischen Anforderungen am Einsatzort erfordern zunehmend rasches Handeln und Führen – gleichzeitig ist es aber die eigentliche Aufgabe der Sanitäter, sich um die Versorgung der Verletzten zu kümmern“, erklärt Präsident Josef Schmoll, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Ziel ist es, durch den Bezirkseinsatzleiter eine gut geschulte Führungskraft vor Ort zu haben, die diese zusätzlichen Aufgaben übernimmt.“

„Der Testbetrieb wurde 2016 gestartet, jetzt sind wir in der Umsetzung um bis Ende 2019 das System in Vollbetrieb gehen zu können“, meint Landesrettungskommandant Werner Kraut, Rotes Kreuz Niederösterreich. „Aufgabe des Bezirkseinsatzleiters ist es, sich um alle organisatorischen Anforderungen, wie zum Beispiel das Kommunizieren mit anderen Einsatzorganisationen oder die laufende Lageberichterstattung zu kümmern. Bisher wurden diese Aufgaben von den Rettungskräften zusätzlich übernommen, jetzt soll der Bezirkseinsatzleiter die Teams vor Ort weiter verstärken.“ Seit Jahresbeginn konnten nach den erfolgreichen Testbetrieben in Amstetten und St. Pölten in den Vorjahren, nun in den Bezirken Neunkirchen, Baden, Scheibbs, Mödling und Bruck/Leitha bereits eigene Bezirkseinsatzleiter etabliert werden, mit November folgen Mistelbach, Tulln und Wiener Neustadt.

Pro politischen Bezirk wird es mehrere Bezirkseinsatzleiter geben, von denen sich jeweils einer im Dienst befindet. Dieser wird bei größeren oder herausfordernden Einsätzen durch 144 Notruf Niederösterreich alarmiert und fährt mit einem eigens ausgestatteten Fahrzeug zum Einsatzort. Er kümmert sich um die Kommunikation mit der Leitstelle und den anderen Einsatzorganisationen wie Feuerwehr, Polizei etc., um die Nachalarmierung weiterer Kräfte und die laufenden Lagemeldungen. Zudem fordert er bei Bedarf Sondereinheiten an und erledigt die Einsatzdokumentation. Somit können sich die Rettungsdienst-Mitarbeiter/innen voll und ganz um die Versorgung der Betroffenen kümmern, ohne sich der organisatorischen Maßnahmen annehmen zu müssen.


Tulln, 30. Oktober 2018

Fotocredit: RKNÖ/S.Sonnleitner


RÜCKFRAGEHINWEIS:
Mag. Sonja Kellner, Andreas Zenker, MSc., MBA
Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Niederösterreich
Presse & Marketing
M: +43/664/84 99 476 | M: +43/664/244 32 42
Pressehotline: 059 144 50050
E: presse(at)n.roteskreuz.at
W: www.roteskreuz.at/noe



socialshareprivacy info icon