30.06.2018 12:00

Einsatzübung in Wiener Neustadt

SUCHHUNDE EINSATZÜBUNG REGION OST

 

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Sie kommen zum Einsatz, wenn Menschen vermisst werden: die gut ausgebildeten Rotkreuz-Suchhunde mit ihren ausgezeichneten Spürnasen. Am 30. Juni übten die Rotkreuz-Suchhundeteams in Wr. Neustadt den Ernstfall. Im Mittelpunkt stand dabei das Zusammenspiel mit anderen Organisationen vor Ort sowie die Kommunikation untereinander.

 

Um für die körperlich und psychisch anspruchsvollen Einsätze auch tatsächlich gerüstet zu sein, ist eine intensive Ausbildung der Suchhunde-Teams erforderlich. „Intensives Training – aber auch Übungen – sind der Schlüssel zur Teilnahme an Einsätzen, doch bis dahin ist es ein langer Weg. Rund zwei bis drei Jahre dauert die Ausbildung eines jungen Hundes“, erklärt Hugo Karner, Landeskoordinator der Rotkreuz-Suchhunde in Niederösterreich. „Übungen wie diese sind für uns sehr wichtig, denn hier können wir die Zusammenarbeit optimal austesten, um im Ernstfall optimal vorbereitet zu sein. Kommunikation zwischen den Einsatzorganisationen, das gemeinsame Verständnis und das Zusammenwirken vor Ort sind wesentliche Grundvoraussetzungen für den Erfolg.“

 

Die Suchhunde-Übung fand am 30. Juni im Raum Wiener Neustadt statt – auch Bürgermeister Mag. Klaus Schneeberger überzeugte sich vor Ort von der Arbeit der engagierten Teams. Insgesamt waren mit den 12 Rotkreuz-Suchhundeteams 36 Rotkreuz-Mitarbeiter/innen, die Polizei und die Wasserrettung beteiligt, die Einsatzleitung konnte im Stadtheim Wiener Neustadt eingerichtet werden. „Die Übung ist sehr gut gelaufen, wir konnten gemeinsam die Szenarien erfolgreich abarbeiten und einige Erfahrungen in der Nachbesprechung austauschen“, meint Karner. „Einmal mehr hat sich gezeigt, wie wichtig eine gut funktionierende Zusammenarbeit ist, daher möchte ich mich bei allen Beteiligten der Polizei, der Wasserrettung und des Roten Kreuzes herzlich für ihr Engagement und ihren Einsatz bedanken, das wesentlich zum Gelingen der Übung beigetragen hat.“

 

Die Suchhundestaffeln des Roten Kreuzes werden gerufen, wenn ein Mensch vermisst wird und eine erste Suche erfolglos blieb. Die auch unter erschwerten Bedingungen hohe Erfolgsrate führen die Rotkreuz-SuchhundeführerInnen u.a. auf Ihre gut ausgebildeten Tiere zurück – denn dank dem ausgeprägten Geruchssinn der vierbeinigen Kollegen konnte schon vielen Menschen rechtzeitig geholfen werden. Weltweit sind Suchhunde vor allem bei Katastrophen wie Erdbeben oder Gebäudeeinstürzen. Aktuell stehen in Niederösterreich 30 einsatzbereite Suchhundeteams zur Verfügung.

 

National werden die Suchhunde am häufigsten für die Flächensuche eingesetzt. Dabei werden meist Menschen gesucht, die aufgrund von Krankheiten oder Unfällen nicht nach Hause gekommen sind – oder auch ältere Personen, die nicht mehr zurückfinden. Aber auch für die Trümmersuche wird trainiert, beispielsweise zur Suche nach vermissten Personen nach Gebäudeeinstürzen, Gasexplosionen oder international nach Erdbeben. So waren die niederösterreichischen Suchhundeteams beispielsweise nach den Erdbeben in der Türkei, in Algerien oder im Iran im Einsatz.

 

Weitere Informationen über die Suchhundestaffel des Roten Kreuzes Niederösterreich unter suchhunde.n.roteskreuz.at

 

Tulln, 1. Juli 2018

 

RÜCKFRAGEHINWEIS:

Mag. Sonja Kellner, Andreas Zenker, MSc., MBA

Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband Niederösterreich

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