14.05.2018 08:32

Experten schätzen, dass in Oberösterreich im Jahr 2030 rund 40.000 Personen an Demenz erkrankt sind.

Die Pflege und Betreuung eines an Demenz erkrankten Menschen erfordert viel Geduld, Einfühlungsvermögen und mentale Kraft. Derzeit leben in Oberösterreich bis zu 20.000 Personen mit dieser Krankheit. Experten gehen davon aus, dass sich die Zahl dementer Personen bis zum Jahr 2030 verdoppelt.

Experten schätzen, dass in Oberösterreich im Jahr 2030 rund 40.000 Personen an Demenz erkrankt sind.
Foto: ÖRK/Anna Stöcher

Die Gesellschaft wird älter, die Zahl demenzkranker Menschen im Bundesland steigt in den kommenden 12 Jahren auf rund 40.000 an. Rund 80 Prozent der an Demenz erkrankten Personen werden von ihren Angehörigen betreut. Wer für einen pflegebedürftigen Menschen sorgt, erbringt eine sehr wertvolle Leistung und übernimmt eine große Verantwortung. Dass im Laufe der Zeit auch Gefühle von Überanstrengung, Erschöpfung, Reizbarkeit und Frustration auftreten können, ist eine völlig normale Reaktion auf die vielseitigen Probleme der Pflegearbeit.

Wer die eigenen Bedürfnisse langfristig ignoriert, riskiert, selbst krank zu werden.

"Schauen Sie gut auf sich selbst", rät der OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter. Denn nur wer gesund ist, kann sich gut um seine pflegebedürftigen Angehörigen kümmern. Pflege und Betreuung von Angehörigen ist ein 24-Stunden Job. Aichinger verweist dabei auf die vielen Angebote des OÖ. Roten Kreuzes. Angehörige werden entlastet und gleichzeitig wird den Betroffen ein Leben in Würde in den eigenen vier Wänden ermöglicht. Dazu zählen unter anderem die Rufhilfe, die Mobile Pflege und Betreuung, die Hauskrankenpflege oder das Angebot der 24-Stunden-Personenbetreuerung in Zusammenarbeit mit dem Verein "Altern in Würde" (AIW). Das OÖ. Rote Kreuz machte es sich zur Aufgabe, Menschen in möglichst vielen Lebenslagen zu begleiten und für sie da zu sein, wenn sie Hilfe benötigen. Mehr: www.roteskreuz.at/ooe/pflege-betreuung oder unter Tel. 0732/7644-0.

Einige Tipps zur Entlastung für pflegende Angehörige:

 

  • Auf regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten achten
  • So viel Schlaf wie möglich bekommen, ein kleines Mittagsschläfchen halten § Spaziergänge in der Natur sind wertvolle Kraftquellen
  • Austausch mit Gleichgesinnten - Pflegestammtische
  • Unterstützung durch mobile Dienste (Hauskrankenpflege)
  • Tagesbetreuung in Seniorentageszentren
  • Auch einmal "Nein" sagen
  • Das Schreiben eines Tagebuchs wird von vielen pflegenden Angehörigen als hilfreich empfunden
  • Andere Angehörige in die Pflege miteinbeziehen: Beispielsweise wenn sie Einkäufe erledigen, die Organisation von Medikamenten und Pflegebehelfen oder das Erledigen von Behördenwegen übernehmen.

Um Menschen ein Leben in Würde in möglichst vielen Lebenslagen zu sichern, unterstützt sie das Rote Kreuz OÖ. Die Bandbreite der Leistungen ist groß: Das Angebot reicht von Mobiler Pflege und Betreuung durch diplomiertes Pflegepersonal, Sozialmärkten, Besuchs- und Begleitdiensten, betreutes Reisen, Tageseinrichtungen, Essen auf Rädern, Betreuten bzw. betreubarem Wohnen bis hin zu Hospiz- und Palliativteams. Mehr: www.roteskreuz.at/ooe/pflege-betreuung oder unter Tel. 0732/7644-0.

socialshareprivacy info icon