30.07.2018 12:53

Sicherer Badespaß im Wasser

Sommerliche Temperaturen heben die Laune und sorgen im ganzen Land für Badewetter. Das „kühle Nass“ ist wieder Anziehungspunkt für Groß und Klein. Aber: Gerade bei den Kleinsten wird die Gefahr oft unterschätzt. Im Durchschnitt ertrinken in Österreich pro Jahr fünf Kinder. Abhilfe schaffen Sicherheitsvorkehrungen, wie spezielle Pool-Abdeckungen oder mobile Warnsysteme wie „Moby Kid“.

Sicherer Badespaß im Wasser
Credit: OÖRK

So sehr man kleine Kinder auch im Auge behält - ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann schwere Folgen nach sich ziehen. Für Kinder kann das Spielen in der Nähe von Gewässern durch eine kleine Unachtsamkeit zur tödlichen Gefahr werden. Ertrinken passiert schnell und leise. Schon drei Minuten genügen, um das Badevergnügen tödlich enden zu lassen. Kinder können schon im 20 Zentimeter tiefen Wasser ertrinken. Der Schock beim Eintauchen blockiert die Atemwege und führt zum Ersticken.

 

Moby-Kid

Um solchen lebensbedrohenden Situationen im Wasser entgegenzuwirken, entwickelte das Leondinger Unternehmen "Delfin-Wellness" mit dem OÖ. Roten Kreuz das "Moby-Kid"-System. Kernstück bildet ein spezielles Armband. Kommt dieses mit Wasser in Berührung, löst die Basisstation einen lauten Alarm aus.

 

Aufsichtspflicht steht an oberster Stelle

Egal ob Biotop, Schwimmteich oder eigener Pool, wer sich solch eine Anschaffung überlegt, muss sich von Anbeginn mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen. Natürlich gibt es eine Vielzahl von Sicherheitsvorkehrungen, wie spezielle Abdeckungen, Schwimmbad-Überdachungen, Rollschutz oder eben das "Moby-Kid-System". An oberster Stelle steht jedoch die Aufsichtspflicht. Kinder dürfen sich nie alleine und unbeaufsichtigt in unmittelbarer Nähe eines Gewässers aufhalten.

 

Ungeeignete Schwimmhilfen

Vorsicht ist auch bei sogenannten Schwimmhilfen geboten. Schwimmflügerl bieten in tieferen Gewässern guten Schutz, sollten aber mit mindestens zwei, voneinander getrennt aufblasbaren Kammern sowie zwei Sicherheitsventilen ausgestattet sein. Wasserspielzeuge wie aufblasbare Tiere, Luftmatratzen oder Schwimmreifen sind als Schwimmhilfe gänzlich ungeeignet.

 

Schwimmen ist eine Lebenskompetenz

Der beste Schutz gegen Ertrinken ist, Kindern so schnell wie möglich das Schwimmen beizubringen. Unter dem Motto "Sicher im Wasser" macht das Jugendrotkreuz in diesem Jahr ganz besonders darauf aufmerksam, dass Schwimmen mehr ist als nur ein gesunder Sport. Schwimmunterricht kann helfen, Leben zu retten. Je mehr Menschen in unserer Gesellschaft die Fähigkeit besitzen, in Not geratene Personen aus dem Wasser zu retten, desto sicherer werden unsere Schwimmbäder, Badeseen oder Aufenthalte am Meer.

 

Erste Hilfe für Kleinkinder

Täglich können Eltern, Großeltern, ältere Geschwister oder Betreuungspersonen damit konfrontiert sein, Kindern Erste Hilfe leisten zu müssen. Das Wichtigste ist zu wissen, was im Fall der Fälle zu tun ist. Ein Erste-Hilfe-Kurs gibt Sicherheit und lohnt sich zu 100 Prozent! Für alle, die kleine Kinder beaufsichtigen, empfiehlt es sich einen Erste-Hilfe-Kindernotfall-Kurs zu absolvieren. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen - das gilt gerade in der Medizin und auch in der Ersten Hilfe. In Kindernotfallkursen wird gelehrt, wie man bei Kindern aller Altersstufen Erste Hilfe leistet und was man tun kann, um Kindernotfälle zu vermeiden. Eine Anmeldung ist an jeder nächstgelegenen Bezirksstelle möglich.

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