01.07.2019 15:25

Freiwillige Radfahrprüfung – Gemeinsam für mehr Sicherheit

Sie hilft Unfälle zu vermeiden und stärkt das Verantwortungsbewusstsein junger Menschen: Seit 48 Jahren ist das Jugendrotkreuz Träger der freiwilligen Radfahrprüfung. Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit engagierten Partnern absolvieren diese rund 15.000 Schüler pro Jahr. Die schulische Verkehrserziehung leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit junger Verkehrsteilnehmer.

Freiwillige Radfahrprüfung – Gemeinsam für mehr Sicherheit
Foto: OÖRK / Hartl

Immer wieder verunglücken Schüler im Straßenverkehr. Jedes Opfer ist eines zu viel. Darum engagiert sich das Jugendrotkreuz seit vielen Jahrzehnten in der schulischen Verkehrserziehung. Seit 1971 ist die landesweit größte humanitäre Jugendorganisation Träger der freiwilligen Radfahrprüfung. Dabei lernen die jungen Radfahrer die wichtigsten Verkehrszeichen und Vorrangregeln kennen. „Die Freiwillige Radfahrprüfung ist eines unserer Kernprogramme im Jugendrotkreuz“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter.

 

Jährlich absolvieren rund 15.000 Volksschülerinnen und Volksschüler ihre Radfahrprüfung positiv. Der „Radführerschein“ berechtigt sie, ohne Begleitung sicher auf öffentlichen Straßen unterwegs zu sein. Seit Start der freiwilligen Radfahrprüfungen absolvierten in Oberösterreich mehr als 720.000 Menschen diesen Meilenstein in der Verkehrserziehung.

 

 

Exekutive überprüft die Verkehrssicherheit

Abgenommen wird die freiwillige Radfahrprüfung in Oberösterreich in Zusammenarbeit mit der Landesverkehrsabteilung der Polizei OÖ. „Gerade weil es um die jüngsten Verkehrsteilnehmer geht, ist die Radfahrprüfung besonders wichtig! Unsere Kinder werden dabei behutsam und unter Aufsicht auf den Straßenverkehr vorbereitet. Selbstverständlich werden aber alle anderen Verkehrsteilnehmer nicht von ihrer Pflicht entbunden, ganz besonders auf die jungen Fahrradfahrerinnern und –fahrer Acht zu geben“, erklärt Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. Alleine im Vorjahr standen mehr als 50 Polizistinnen und Polizisten den jungen Radfahrern zur Seite. Die Freiwillige Radfahrprüfung ist ein wichtiges Präventivprogramm, um junge Menschen fit für den Straßenverkehr zu machen. Nebenbei fördert Radfahren Koordinationsfähigkeit und Bewegung.

 

Schulen setzen auf Verkehrserziehung

Mobilitäts- und Verkehrserziehung gehört zum Grundwissen und soll schon möglichst früh gefördert werden. Das Fahrrad ist für Kinder und Jugendliche das erste eigene Verkehrsmittel und genießt daher vor allem bei den Jüngeren einen hohen Stellenwert. „Auch in der Schule greifen wir dieses Thema auf. Besonders bis zur vierten Schulstufe wird aufgrund der freiwilligen Radfahrprüfung, dem Fahrrad viel Platz im Unterricht eingeräumt“, erklärt Bildungsdirektor HR Dr. Alfred Klampfer. Damit verbunden werden den Schülerinnen und Schülern die Themen Verkehrssicherheit sowie verkehrssicheres Verhalten nähergebracht.

 

Jugendrotkreuz: Verkehrserziehung von Kindesbeinen an

Die Verkehrserziehung mit dem OÖ. Jugendrotkreuz beginnt bereits im Kindergarten: Gemeinsam mit der Stoffpuppe ROKO geben gut ausgebildete, freiwillige Mitarbeiter spielerisch Ratschläge, wie sich Kinder im Straßenverkehr verhalten sollen und ihre Eltern sie darauf vorbereiten können. „Uns ist wichtig, dass schon kleine Kinder den Verkehr als Teil ihres Lebens wahrnehmen und lernen, sich sicher im Alltag zu bewegen“, schließt Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter. Wissenswertes rund ums Radfahren und zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr beinhalten die neuen Schülerzeitschriften, die Jugendrotkreuz und Buchklub ab kommendem Schuljahr gemeinsam herausbringen.

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