05.09.2019 12:15

Das OÖ. Jugendrotkreuz startet ins neue Schuljahr

Schwimmen lernen, für die Radfahrprüfung üben und mehr. Unter dem Motto „Helfen macht Schule“ begleitet das Jugendrotkreuz die Bildungsarbeit an Schulen. Mit Workshops zur Gewaltprävention, neuen Schülerzeitschriften und vielen weiteren Aktionen startet die landesweit größte humanitäre Jugendorganisation ins neue Schuljahr.

Das OÖ. Jugendrotkreuz  startet ins neue Schuljahr
Foto: OÖRK / Asanger Werner

Solidarität, Gleichberechtigung, Demokratie, Frieden, Hilfsbereitschaft oder Toleranz: Werte zu vermitteln, die auf humanitärem Gedankengut basieren, stehen beim OÖ. Jugendrotkreuz im Mittelpunkt. Eine zentrale Aufgabe ist die Arbeit an Schulen. Das Jugendrotkreuz setzt bereits im Kindergarten mit der Stoffpuppe ROKO an und bietet zahlreiche Angebote für Schüler und Lehrer von der ersten Schulstufe bis zur Matura. Seit mehr als sieben Jahrzehnten ist die landesweit größte humanitäre Jugendorganisation mit mehr als 1.000 freiwilligen Mitarbeitern tätig. Ziel ist, Kinder und Jugendliche altersgerecht in ihrer sozialen und geistigen Entwicklung zu stärken.

 

Soziale Entwicklung stärken, Lebenskompetenzen fördern

Einen wesentlichen Schwerpunkt nimmt die Aus-, Fort- und Weiterbildung ein: Bereits in der Volksschule absolvieren jährlich etwa 15.000 Kinder die freiwillige Radfahrprüfung oder erwerben eines von mehr als 15.000 Schwimmabzeichen. Grundlagen in Erster Hilfe erlernen sie im „Helfi“-Programm. Neu ist das Projekt „Schüler retten Leben“. Ab der fünften Schulstufe üben Schüler zwei Stunden pro Schuljahr die Wiederbelebung von Menschen, die einen Atem-Kreislaufstillstand erlitten. Kurse in Erster Hilfe, Babyfit und Pflegefit organisiert das Jugendrotkreuz für Jugendliche ab dem 13. Lebensjahr. „Auch einen Rettungsschwimmer-Kurs können sie ab diesem Alter absolvieren“, weiß Atteneder. Ab dem 15. Lebensjahr bildet das Jugendrotkreuz einzelne Schüler zu Aids/HIV- oder zu Mediations-Peers aus. Sie stärken damit ihre eigenen Kompetenzen und verbessern gleichzeitig das soziale Zusammenleben in den Klassen. Seit dem Schuljahr 2018/19 besteht für Schulen die Möglichkeit, Workshops zum Thema Gewaltprävention zu buchen. Mit theoretischem Feingefühl und praktischen Übungen wird das Thema Gewalt aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und den jungen Menschen „spielerisch“ nähergebracht.

 

Schüler für das Lesen begeistern

Lesen gilt als Grundkompetenz, hilft die Welt zu verstehen, bildet, fördert die Kreativität und ist zentraler Faktor in der geistigen Entwicklung junger Menschen. Im Jahr 2018 rief das OÖ. Rote Kreuz die Bildungsinitiative ALPHA. MEINE CHANCE. ins Leben, um jungen Menschen den Start ins Leben zu erleichtern.

 

Um die Zahl der Lesebegeisterten weiter zu steigern, entwickelten Jugendrotkreuz und Buchklub eine neue Schülerzeitschriften-Reihe. Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 arbeiten Schüler von der 1. bis zur 8. Schulstufe bereits damit. Die einzelnen Zeitschriften nennen sich „Hallo Schule“, „Meine Welt“, Mein Express“, „Space“ sowie „Spot.“ und sind nach einem neuen didaktischen Konzept gestaltet, das mit den Lebenswelten der Schüler mitwächst. Die Inhalte sind exakt auf pädagogische Bedürfnisse angepasst, bilden die verschiedenen Schulfächer ab, fördern auf die Zukunft gerichtete Schlüsselqualifikationen und stärken die Medien- und Internetkompetenz junger Leser. Der gesamte Erlös wird verwendet, um die Jugendrotkreuz-Leistungen an Schulen zu finanzieren. „Obwohl sich unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend änderte, bleibt der Grundauftrag für das OÖ. Jugendrotkreuz gleich: Kinder und Jugendliche für humanitäre Bildung zu begeistern“, bedankt sich OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter für die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Schulen.

 

Aktivitäten des OÖ. Jugendrotkreuz im Jahr 2018:

  • 141.241 freiwillig geleistete Stunden
  • ROKO besuchte mehr als 8.000 Schulanfänger in den Kindergärten
  • 10.790 Erste-Hilfe-Kursteilnehmer
  • 16.481 abgelegte Schwimm- und Rettungsschwimmabzeichen
  • ca. 3000 Teilnehmer beim Pinguincup auf Bezirks und Landesebene
  • 15.000 Absolventen der freiwilligen Radfahrprüfung
  • 65 ausgebildete Aids/HIV-Peers
  • 47 ausgebildete Mediations-Peers
  • 11 Vorträge zur Gewaltprävention
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