14.09.2019 13:59

ROTES KREUZ SEHR ZUFRIEDEN MIT „ZUG 19“

Am Vormittag des 14. Septembers fand die vom Land Vorarlberg organisierte Großübung „Zug 19“ am Güterbahnhof in Wolfurt statt. Übungsannahme: Frontalkollision zwischen einem Personenzug und einem Güterzug, welcher Gefahrgut geladen hat. Das Rote Kreuz war mit insgesamt 118 Mitarbeitern und 30 Fahrzeugen im Einsatz und zieht ein durchwegs positives Resümee.

ROTES KREUZ SEHR ZUFRIEDEN MIT „ZUG 19“

Das Land Vorarlberg blieb in den letzten Jahren vor großen Zugunfällen verschont. Das Zugsunglück im bayrischen Bad Aibling im Februar 2016 mit zwölf Toten zeigte auch unseren Blaulichtorganisationen auf, welche logistischen und technischen Herausforderungen ein solcher Einsatz mit sich bringen kann. Deshalb wurde für diese Großübung ein ähnliches Szenario gewählt – mit dem Ziel, Erfahrungen in der Bewältigung von Zugunfällen zu sammeln, das Krisen-Management der verschiedenen Einsatzorganisationen zu überprüfen, sowie die organisationsübergreifende Zusammenarbeit zu fördern. Neben dem Roten Kreuz waren bei der „Zug 19“ die Feuerwehr, ÖBB, Wasserrettung, das Kriseninterventions-Team und die Polizei mit insgesamt rund 500 Personen beteiligt. Zudem rund 100 Personen, welche die verletzten und nicht-verletzten Zuggäste mimten.

 

Wichtige Zusammenarbeit zwischen den Einsatzorganisationen

Gegen 9:00 vormittags erfolgte die Alarmierung zur „Zug 19“ und die Einsatzkräfte hatten in den darauffolgenden zweieinhalb Stunden viele Aufgaben gemeinsam und auch innerhalb ihrer Organisationen zu bewältigen.
Was an dieser Übung am Güterbahnhof Wolfurt fernab von jeglichem Wasser besonders interessant war? Auch die Wasserrettung nahm daran teil! Bereits in Bad Aibling damals gab es das Problem, die Verletzten aus dem Schienenbereich nicht rasch abtransportieren zu können. In weiterer Folge wurden dafür Hochwasserboote auf den Schienen eingesetzt und auf diesem Weg zu den Rettungsfahrzeugen gebracht“, erzählt Übungsleiter des Roten Kreuzes, Christoph Schmidt. Der Patiententransport auf Schienen wurde bei der „Zug 19“ erstmals in Vorarlberg gemeinsam getestet. „Es stellte sich heraus, dass die Boote bei den Weichen zu niedrig und hier auf jeden Fall technische Nachbesserungen nötig sind“, erklärt Schmidt.
Insgesamt hat die Zusammenarbeit mit aller an der Übung beteiligten Organisationen reibungslos funktioniert.

 

Behandlung und Abtransport

Das Rote Kreuz zählte 106 Verletzte, sechs Verstorbene und eine Geburt. Alle Patienten haben unsere Behandlungsstelle durchlaufen und wurden in die fiktiven umliegenden Krankenhäuser abtransportiert. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis der beiden Bereiche Behandlung und Abtransport“, so Schmidt weiter.

Das Lage-Informations-System (LIS), welches vor zwei Jahren erneuert wurde, und somit die elektronische Datenerfassung aller Patienten samt Abtransport haben funktioniert, allerdings mit Luft nach oben.

 

Danke an die Rotkreuz-Mitarbeiter

„Ein großer Dank gilt unserer gesamten Mannschaft, welche ehrenamtlich an der Großübung am Güterbahnhof Wolfurt teilnahm“, sagt Christoph Schmidt. Selbst eine kleine Mannschaft aus dem Kleinwalsertal nahm mit ihrem Fahrzeug den weiten Weg auf sich.
Das Rote Kreuz war mit einem insgesamt rund 118-köpfigen Team bei der „Zug 19“ vertreten. Neben den Einsatzkräften zählten dazu auch das Team der Realistischen Unfalldarstellung und das Feldküchen-Team der RK-Abteilung Hard.
Bereits Stunden vor dem Alarm malten die Schminker vom Roten Kreuz den Verletzten ihre Blessuren auf Gesicht und Körper und wiesen sie in ihr richtiges Verhalten ein. Auch die nicht-verletzten Zuggäste wurden von den Rotkreuz-Mitarbeitern ins jeweilige Verhalten instruiert. 

Zusätzlich hatte das Rote Kreuz die Feldküche der RK-Abteilung Hard vorort. Das 15-köpfige Team bereitete innerhalb von zwei Tagen für alle an der Übung beteiligten Personen 600 Essens-Portionen vor. 150 kg Fleisch und 75 kg Zwiebel wurden zu einem feinen Rindsgulasch verarbeitet. Dazu wurden hausgemachte Spätzle serviert, insgesamt eine Menge von 100 kg. Nach der Großübung konnten die Einsatzkräfte und Verletzten ihre leeren Akkus bei Gulasch mit Spätzle, Pilzragout, Panna Cotta und kühlen Getränken wieder aufgeladen werden.

 

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