07.10.2019 08:33

Dank ROKO-Besuch: Paul rettete das Leben seiner Mama Ursula

ROKO mit dem Roten Kreuz am Bauch und seinem roten Cape am Rücken kann fliegen und besucht mit Koffer und Handy die Schulanfänger in den Kindergärten. Er bringt Kindern bei, wie sie Erste Hilfe leisten und ihr Selbstbewusstsein stärken. Paul F. aus dem Bezirk Schärding nahm sich ROKOs Ratschläge besonders zu Herzen und rettete Mama Ursula das Leben.

Dank ROKO-Besuch: Paul rettete das Leben seiner Mama Ursula
Credit: OÖRK/Sebastian Berger

Paul F. (6) und seine Mutter Ursula waren alleine zu Hause. Gemeinsam wollten sie einen gemütlichen Vormittag verbringen. „Als wir gemeinsam auf der Couch saßen, begann mein Bauch fürchterlich zu schmerzen“, erzählt Ursula F. Anfangs glaubte sie noch, dass es bald wieder besser wird. Doch es kam ganz anders. Pauls Mutter hatte eine Gallenkolik. Durch die immer extremer werdenden Schmerzen krümmte sie sich zusammen und war teilweise nicht mehr ansprechbar. Sohn Paul erkannte sofort den Ernst der Lage. Er erinnerte sich an den Besuch von ROKO im Kindergarten in der Gemeinde Freinberg. Der Reim „Wähle 1-4-4 und wir helfen dir“ fiel ihm in dieser Situation sofort wieder ein. Der Bub schnappte das Telefon seiner Mutter und wählte den Notruf. „Paul machte alles richtig: Er erklärte, dass es mir schlecht ging und gab die Adresse bekannt“, erinnert sich Mutter Ursula.

 

Kinder werden zu wahren Helden

Wenige Momente später waren die alarmierten Rettungskräfte vor Ort und brachten sie ins Krankenhaus. Nach einer Not-Operation konnte Ursula F. das Spital nach wenigen Tagen wieder verlassen. „Ich bin so stolz auf ihn. Paul hat mir wahrscheinlich das Leben gerettet!“, freut sich die Mutter, die sich wenige Tage später bei Rotkreuz-Mitarbeiterin Helga Berger bedankte. „Dank ROKO ist Paul zu einem wahren Helden und Lebensretter geworden“, bedankt sich Ursula F. bei der freiwilligen ROKO-Kann`s Mitarbeiterin, die Sohn Paul im Kindergarten besuchte.

 

ROKO tourt durch die Kindergärten im Land

Seit sechs Jahren besucht ROKO die Kinder in den Kindergärten. Die plüschige Handpuppe lehrt jungen Menschen, in Ausnahmesituationen selbstbewusst zu reagieren. Landesweit sind rund 80 ROKO-Kann`s-Mitarbeiter an den Kindergärten unterwegs und bringen Schulanfängern mit Hilfe des kleinen „Superhelfers“ Grundlagen in Erster Hilfe und den Rotkreuz-Gedanken näher. Rund 8.000 Kinder hatten im Vorjahr mit der Handpuppe ROKO Kontakt. Highlight bei den Besuchen von ROKO ist die Besichtigung eines Rettungsautos. Um Kindern einen noch besseren Einblick in die Welt des Roten Kreuzes zu bieten, reist ROKO neuerdings auch mit dem ROKO-Mobil an – einem ehemaligen Einsatzfahrzeug, das kindgerecht gestaltet wurde.

 

Rasch und richtig Erste Hilfe zu leisten, kann im Notfall ein Leben retten. Aus diesem Grund veranstaltet das OÖ. Rote Kreuz ab 30. September wieder flächendeckende Erste-Hilfe-Kurse an den Dienststellen. „Auch wenn zu 99 Prozent nichts passiert, lohnt sich ein Erste-Hilfe-Kurs zu 100 Prozent“, weiß OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter. Unkomplizierte Online-Anmeldung und das komplette Erste-Hilfe-Kursangebot in ihrer Nähe unter www.erstehilfe.at.

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