27.11.2019 09:41

Kauf ein Stück mehr! 23 Rotkreuz-Märkte helfen armutsgefährdeten Menschen

Vor zehn Jahren öffnete der erste Rotkreuz-Markt seine Pforten. Mittlerweile betreibt das OÖ. Rote Kreuz landesweit 23 Rotkreuz-Märkte für Lebensmittel, um armen und armutsgefährdeten Menschen zu helfen. Die angelaufene Heizsaison und die bevorstehende Weihnachtszeit verschärfen ihre angespannte finanzielle Situation. Deshalb bitten Rotkreuz-Mitarbeiter im Dezember mit einer besonderen Aktion um Spenden.

Kauf ein Stück mehr! 23 Rotkreuz-Märkte helfen armutsgefährdeten Menschen
Credit: OÖRK / Freistadt

Ein Schicksalsschlag in der Familie, eine plötzliche Krankheit oder der Verlust des Arbeitsplatzes. Armut kann jeden treffen und es gibt viele Gründe, warum Menschen mit einem geringen Einkommen auskommen müssen. Rund 153.000 Menschen gelten laut Statistik Austria in Oberösterreich als armutsgefährdet - bundesweit sind es 1,5 Millionen. Ihr Leben ist geprägt von großen finanziellen und auch seelischen Sorgen. Armutsgefährdete Menschen müssen oft entscheiden: Soll ich heute die Stromrechnung bezahlen, die Wohnungsmiete oder den notwendigen Nachhilfeunterricht für meine Kinder. „Armut ist oft erst auf den zweiten Blick sichtbar. Existenzsorgen und Nöte spielen sich meistens hinter verschlossenen Türen ab“, weiß OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter. Das OÖ. Rote Kreuz hilft armutsgefährdeten Menschen mit Rotkreuz-Märkten. Diese bieten Waren des täglichen Gebrauchs zu stark reduzierten Preisen an.

 

Weihnachtsaktion für hilfsbedürftige Menschen am 7. Dezember

In den kommenden Tagen verschärft sich die Situation für Menschen mit geringem Einkommen. Die Heizsaison ist angelaufen, das Weihnachtsfest steht vor der Tür und zusätzliche finanzielle Belastungen sind vorprogrammiert. „Gerade in der Zeit vor Weihnachten wollen wir unseren Kunden ein breites Sortiment anbieten“, erklärt der Rotkreuz-Präsident. Unter dem Motto „Kauf ein Stück mehr!“ stehen Rotkreuz-Mitarbeiter am 7. Dezember wieder vor diversen Lebensmittelmärkten im Bundesland. Sie bitten Kunden, ein zusätzliches Produkt zu kaufen und dieses für die Rotkreuz-Märkte zu spenden. Besonders begehrt sind Seifen, Shampoos, Salz und Mehl.

 

Einkaufen im Rotkreuz-Markt

Einkaufsberechtigt sind Personen, die über ein monatliches Einkommen von maximal 1.000 Euro verfügen (Ein-Personen-Haushalt). Das wöchentliche Einkaufslimit ist geregelt und beläuft sich derzeit auf 30 Euro pro Woche. „Die Rotkreuz-Märkte sind ein wichtiger Mosaikstein in unserem engmaschigen Netzwerk der Hilfe“, schließt Aichinger. 

Link: Informationen zu den Rotkreuz-Märkten

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