03.12.2019 09:52

Am 5. Dezember ist Tag der Freiwilligkeit: Vier von zehn Oberösterreichern engagieren sich für das Wohl der Gesellschaft

Rund 600.000 Oberösterreicher sind in Sportvereinen, Musikkapellen, Gemeinden, Feuerwehren oder Organisationen wie dem Roten Kreuz aktiv. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag für eine sichere und lebenswerte Gesellschaft. Am Tag der Freiwilligkeit fordert das OÖ. Rote Kreuz erneut, den Stellenwert und die gesellschaftliche Wertschätzung für freiwilliges Engagement weiter zu stärken.

Am 5. Dezember ist Tag der Freiwilligkeit: Vier von zehn Oberösterreichern engagieren sich für das Wohl der Gesellschaft
Credit: OÖRK / Andreas Scharzlmüller

Mit Notfallrucksack, roter Jacke und einem zufriedenen Lächeln stehen Johannes Haidinger (34) und Sandra Hammerl (26) vor dem Rettungsauto an der Ortsstelle Wels. Ihr freiwilliges Engagement und der verbindende Rotkreuz-Gedanke machten sie zu guten Freunden, die auch in ihrer Freizeit viel gemeinsam unternehmen. „Ich kümmerte mich um Sandra, als sie ihre Karriere im Rettungsdienst startete. Als einer ihrer Praxisanleiter war ich ihr Ansprechpartner“, erzählt Haidinger, der sich seit Oktober 2005 freiwillig im OÖ. Roten Kreuz engagiert. Begonnen hat der Maschinenbau-Konstrukteur als Zivildiener, nun ist er stellvertretender Ortsstellenleiter. „Ein Erste-Hilfe-Kurs hat mich motiviert, mich freiwillig im Roten Kreuz zu engagieren“, sagt Hammerl. Sie ist Sekretärin im Klinikum Wels und entschied sich 2015 Teil der Rotkreuz-Familie zu werden. Neben ihrem Engagement für eine sorgende Gesellschaft teilen Johannes und Sandra auch viele private Interessen.

 

Das bunte Bild der Freiwilligkeit in Oberösterreich

Vier von zehn Oberösterreichern engagieren sich freiwillig. „Etliche bereits gewohnte Leistungen bzw. Angebote wären ohne freiwilliges Engagement nicht verfügbar. Seien es die Angebote in vielen Vereinen, Jungscharstunden, karitative Betreuungsstellen - vieles kann nur in Anspruch genommen werden, weil sich Menschen aus Idealismus einer Sache annehmen“, erklärt Dr. Walter Aichinger. Das OÖ. Rote Kreuz ist mit mehr als 22.000 freiwilligen Mitarbeitern die größte humanitäre Freiwilligenorganisation im Bundesland. Ein Großteil der Freiwilligen engagiert sich im Rettungsdienst. „Das Essen auf Rädern, die Rotkreuz-Märkte, der Besuchsdienst oder auch die ALPHA-Leseförderung an den Schulen sind Leistungen, die ausschließlich von Freiwilligen erbracht werden“, erklärt Aichinger.  Generell gelte es, Stellenwert und Wertschätzung des freiwilligen Engagements in der Gesellschaft weiter zu stärken. „Auch die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freiwilligkeit muss noch besser gelingen“, fordert Aichinger. „Darüber hinaus braucht es die Anrechnung der Leistungen Freiwilliger an Hochschulen – etwa in Form von ECTS-Punkten für freie Lehrveranstaltungen wie an der Uni Linz – oder die Wertschätzung von Freiwilligem Engagement in allen Lebenslagen. Zum Beispiel bei Job-Bewerbungen.“

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