26.03.2020 14:06

Mit der Kraft der Menschlichkeit gegen das Corona-Virus

Seit dem Bekanntwerden der Coronavirus-Erkrankungen in China ist das OÖ. Rote Kreuz Teil des Koordinationsgremiums und unterstützt maßgeblich die zuständigen Gesundheitsbehörden. Mehr als 24.000 Mitarbeiter, 22.000 davon freiwillig, spannen ein engmaschiges Netzwerk der Hilfe quer über das Bundesland und sind da, um zu helfen. Egal, ob im Rettungsdienst, in der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 oder in den vielen weiteren Dienstleistungsbereichen in denen sich die landesweit größte humanitäre Hilfsorganisation engagiert.

Mit der Kraft der Menschlichkeit gegen das Corona-Virus
Credit: OÖRK

Seit 26. Februar steht das OÖ. Rote Kreuz in einer besonderen Aufbauorganisation, um für die oberösterreichische Bevölkerung da zu sein. Das ermöglicht es, die zu treffenden Maßnahmen rund um das Coronavirus rasch und effizient abzuwickeln. Dank des außergewöhnlichen Engagements der Mitarbeiter setzte das OÖ. Rote Kreuz bereits zahlreiche Schritte, um mit der Lage umzugehen.

 

  • Um rasch und effizient notwendige Schritte zu setzen, arbeiten das Landesrettungskommando und die einzelnen Bezirke in Stabsstruktur.
  • Das OÖ. Rote Kreuz stellt mit Reinhard Schmidt die Technische Einsatzleitung im Stab des Landes Oberösterreich und ist damit Teil des Koordinationsteams COVID 19.
  • Mehr als 2.000 Anrufe bearbeiten die Mitarbeiter der telefonischen Gesundheitsberatung 1450 pro Tag.
  • Besonders in Corona-Zeiten sind die Mitarbeiter der landesweit fünf Rettungsleitstellen unverzichtbare Knotenpunkte im Netzwerk der Hilfe
  • Mit 16 mobilen Probenabnahmeteams in den Bezirken erledigt das OÖ. Rote Kreuz die Probenentnahmen bei möglicherweise COVID19-Erkrankten. Der Auftrag, wer zu testen ist, kommt von der zuständigen Gesundheitsbehörde.
  • Am 17. März eröffnete das OÖ. Rote Kreuz erstmals zu Testzwecken einen „Drive-In“ zur Probenentnahme. Derzeit sind landesweit 17 solcher Test-Stationen in Betrieb.
  • Das OÖ Rote Kreuz stellt Schleusen-Zelte und Material für die Eingangs-Triage der Krankenhäuser. Landesweit sind 10 Krankenhäuser entsprechend ausgestattet.
  • Das OÖ. Rote Kreuz führt täglich Patiententransporte von am Corona Virus erkrankter Menschen durch. Wir transportieren Patienten auf ihrem Weg vom Krankenhaus in die heimische Quarantäne mit „COVID-Transportfahrzeugen“. Dabei handelt es sich um leicht desinfizierbare Mannschaftsfahrzeuge. Diese Fahrzeuge sind für Patienten gedacht, die selbstständig ein- und aussteigen können Darüber hinaus betreibt das OÖ. Rote Kreuz Hochinfektionstransport-Teams
  • Das OÖ. Rote Kreuz richtete sieben Sanitätssammelstellen im gesamten Bundesland ein. Sollten die Kapazitäten der Spitäler ausgelastet sein, würden dort leicht erkrankte Personen behandelt. Das Sanitätspersonal stellen OÖ. Rotes Kreuz, der Arbeiter Samariter Bund und das Österreichische Bundesheer. Die Logistik übernimmt die Feuerwehr.
  • Wir bereiten uns für weitere mögliche Aufgaben im Rahmen des Katastrophenschutzes nach behördlicher Anforderung vor, z.B. für die Quarantänestellung größerer geographischer Gebiete.
  • Wir halten alle weiteren Dienstleitungen des Rettungsdienstes, der Gesundheits- und Sozialen Dienste sowie des Blutspendedienstes aufrecht, reduzieren zum Schutz der Bevölkerung die Kontakte aber auf das notwendige Mindestmaß.
  • Team Österreich-Mitarbeiter unterstützen uns bei der Aufrechterhaltung notwendiger Dienstleistungen wie Essen auf Räder oder den Rotkreuz-Märkten.
  • Blutspendeaktionen finden weiterhin statt. Diese sind explizit von jenen der Bundesregierung kommunizierten Schritte ausgenommen und dienen dazu, Leben zu retten.
  • In Unterstützung mit der Ärztekammer betreibt das OÖ. Rote Kreuz derzeit vier eigene hausärztliche Notdienste, damit Menschen, die an COVID 19 erkrankten bzw. Personen in Quarantäne medizinische Hilfe bekommen.
  • Krisenintervention des OÖ. Rote Kreuz und die Krisenhilfe OÖ. riefen das „Sorgentelefon“ ins Leben, um Menschen. Die dort tätigen Mitarbeiter sind seit Montag, 23. März unter der Telefonummer 0732/2177 täglich, rund um die Uhr erreichbar.



„Dank des großen Engagements unserer Mitarbeiter und der Bevölkerung lernen wir immer besser, mit dieser außergewöhnlichen Situation umzugehen“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Dr. Aichinger Walter. Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, im „Team Gesundheit“ mitzuarbeiten. „Wenn wir uns alle an die derzeit gültigen Weisungen halten, tragen wir maßgeblich dazu bei, dass sich das Virus nicht rasant ausbreitet. Nur gemeinsam können wir unser Gesundheitssystem vor einer Überlastung schützen.“

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